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Pariser Automesse Premieren-Vorschau

| Autor / Redakteur: SP-X / Jens Rehberg

Wenige Tage vor seinem Marktstart präsentiert sich die zur oberen Mittelklasse zählende schön gezeichnete Fließhecklimousine A7 an der Seine.

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Paris ist eigentlich keine ausgesprochen autofreundliche Metropole. Alle zwei Jahre wird die französische Hauptstadt kurzzeitig jedoch zum Mekka für Automobilfans. Denn auf der sich mit der Frankfurter IAA jährlich abwechselnden „Mondial de l´Automobile“ geben vor allem die europäischen Hersteller stets Vollgas. Zwar sind es noch zwei Monate bis zur offiziellen Eröffnung am 2. Oktober, wir wagen aber schon heute einen ersten Ausblick auf die wichtigsten Premieren.

Bei Audi wird ohne Zweifel der A7 im Mittelpunkt des Interesses stehen. Wenige Tage vor seinem Marktstart präsentiert sich die zur oberen Mittelklasse zählende schön gezeichnete Fließhecklimousine an der Seine. Mit Motoren, die von 204 bis 300 PS reichen und zu Preisen, die in Deutschland bei 51.650 Euro starten.

BMW bringt den neuen X3 mit nach Frankreich. Er ist in der neuen Generation um acht Zentimeter auf 4,65 Meter gewachsen und soll vor allem deutlich komfortabler geraten sein, als das etwas arg straffe aktuelle Modell. Zu den Händlern kommt das Kompakt-SUV ab November, zunächst in den Varianten 35i (Benziner) mit 306 PS und als 20d (Diesel) mit 184 PS. Außerdem mit dabei haben die Münchner die zweitürige Variante der Studie Gran Coupé, die einen Ausblick auf den Nachfolger des 6ers gibt.

Citroen stellt beim Heimspiel unter anderem den C4 vor. Die neue Generation der Kompaktklasse kommt zum Jahreswechsel 2010/2011 auf den Markt und wird etwas größer als das aktuelle Modell ausfallen. In der Länge wachst der Golf-Konkurrent um fünf Zentimeter auf 4,33 Meter und in der Höhe um drei Zentimeter auf 1,51 Meter. Damit gibt es mehr Platz für die Fondpassagiere und einen auf 408 Liter gewachsenen Kofferraum. Bei den Motoren setzt Citroen auf ein vielfältiges Angebot und auf Magerkost. Alle fünf Diesel und fünf Benziner werden deutlich verbrauchsreduziert sein, der Basis-Selbstzünder soll sich mit 3,8 Litern zufriedengeben. Ebenfalls dabei: Der neue DS4 als eine Art Crossover, der mit seinem coupéartigen Dach ein wenig an den Q5 von Audi erinnert.

Verbesserte Materialanmutung beim Mondeo

Ford hat den überarbeiteten Mondeo im Gepäck. Die Kölner Mittelklasse steht in Paris als Limousine und Kombi. Optisch wurde der Mondeo gestrafft, auf der Motorenseite gibt es mehr Power. Der 2,0-Liter-Benziner leistet jetzt 240 PS, der 2,2-Liter-Diesel 220 PS. Auch im Innenraum hat sich was getan, vor allem die Materialanmutung wurde verbessert.

Bei Mercedes wird vor allem der CLS im Rampenlicht stehen, der ab November bei den Händlern steht. Er basiert auf der aktuellen E-Klasse, ist er aber mit 4,92 Meter einige Zentimeter länger. Auch der Radstand wuchs im Vergleich um zwei Zentimeter auf 2,87 Meter. Ebenfalls mit dabei haben die Stuttgarter das S-Klasse Coupé (CL). Bei der aktuellen Überarbeitung legte man weniger Wert auf optische denn auf technische Überarbeitungen. Im Focus steht der sparsamere 4,7-Liter-V8-Biturbo mit 435 PS, der sich mit 9,5 Litern zufriedengeben soll. Zudem ist auf dem Mercedes-Stand die Roadster-Version des SLS AMG zu sehen.

Mini bringt die gerade aufgefrischten Modelle mit in die Metropole. Neben einer neuen Front- und Heckschürze sowie einem aufgewerteten Innenraum gibt es neue Triebwerke. Die bisherigen PSA-Diesel werden durch ein 1,4-Liter-Aggregat von BMW ersetzt, das mit 90 oder 114 PS zu haben ist. Die Triebwerke kommen bereits im Countryman zum Einsatz.

Opel packt in Paris den Astra Sports Tourer aus. Der Kombi ist für die Rüsselsheimer ein mehr als wichtiges Modell. Schließlich wird sich voraussichtlich jeder zweite Astra-Käufer für diese Karosserievariante entscheiden. Die Motoren sind die gleichen wie in der Astra-Limousine.

Bei Peugeot dreht sich alles um den neuen 508, der mit dem 407 und dem 607 gleich zwei Modellreihen erfolgreich ersetzen soll. Als Limousine misst der 508 4,79 Meter, als Kombi 4,81 Meter. Der neue Franzose läutet bei Peugeot auch einen Designwechsel ein. Die Zeiten der übergroßen Kühlereinlässe scheinen vorbei oder doch nur noch sportlichen Fahrzeugen wie dem RCZ vorbehalten. Der 508 wirkt dagegen relativ unspektakulär, aber dafür harmonisch und wie aus einem Guss. Anfang 2011 kommt er auch nach Deutschland. 2012 folgt eine Hybrid-Variante.

Volkswagen hat den Passat überarbeitet und macht ihn fit für die zweite Lebenshälfte. Der 1,6-Liter-Benziner als bisheriges Basistriebwerk entfällt, dafür gibt es den 1,4-Liter-TSI mit 122 PS als Einstiegsversion. Bei den Dieseln kann man zunächst nur zwischen dem 1,6-Liter (140 PS) und dem 2,0-Liter (170 PS) wählen. Beide Selbstzünder haben immer eine Stopp-Start-Automatik mit an Bord. Zudem können jetzt gegen Aufpreis diverse Assistenzsysteme geordert werden, unter anderem den im Notfall bis zum Stand bremsenden Abstandsregeltempomat sowie ein dynamisches Fernlicht.

Lifestyle statt Lademeister

Volvo stellt in Paris den V60 vor, die Kombi-Variante des neuen S60. Wobei Kombi für den stark auf Lifestyle und weniger auf Lademeister ausgerichteten V60 ein großes Wort ist. Beim Design orientiert sich der neue Volvo-Kombi deutlich am Kompakt-SUV XC 60. Ab November steht er mit zunächst vier Motorisierungen im Handel.

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