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Diesel Presse: BMW wusste von Abgasmanipulationen bei VW

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Sven Prawitz

BMW wusste laut einer Zeugenaussage möglicherweise schon vor den Behörden von Abgasmanipulationen bei Volkswagen. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

BMW wusste möglicherweise schon vor den Behörden von Abgasmanipulationen bei Volkswagen. Das berichtet das Magazin „Wirtschaftswoche“ und beruft sich auf die Zeugenaussage eines hochrangigen VW-Managers bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Laut einer Abschrift der Aussage, die das Magazin einsehen konnte, soll der Manager im Sommer 2015 an einem Treffen mit dem heutigen Konzernchef Herbert Diess teilgenommen haben, der damals VW-Markenchef war. Diess war erst kurz zuvor von BMW nach Wolfsburg gewechselt. Er soll berichtet haben, dass BMW von Manipulationen durch Volkswagen in den USA „gewusst“ habe.

Verhinderte Ehrenkodex eine Anzeige?

BMW sei jedoch nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Es habe „so einen Ehrenkodex gegeben, dass man sich nicht bei den Behörden verpetzt“, zitiert die „Wirtschaftswoche“ aus der Abschrift der Zeugenaussage. BMW bestreitet dem Magazin zufolge sowohl eine frühe Kenntnis der Manipulationen als auch die Existenz eines Ehrenkodex.

Sollte ein solcher Kodex tatsächlich existiert haben, könnte das die EU-Kommission interessieren. Die hatte erst am Dienstag (18. September) angekündigt, die Ermittlungen gegen VW, BMW und Daimler wegen eines möglichen Autokartells zu verschärfen. Hintergrund sind vermutete Absprachen über die Entwicklung und Einführung von Technologien zur Senkung des Schadstoffausstoßes.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«