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Presse: VW-Aufsichtsrat hält an Audi-Chef Stadler fest

| Autor/ Redakteur: Andreas Wehner / Svenja Gelowicz

Rupert Stadler soll trotz der Ermittlungen gegen ihn in der Abgas-Affäre weiter an der Audi-Spitze bleiben. Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat sich nach einem Bericht des „Handelsblatt“ hinter den Manager gestellt.

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Sechs Audi-Vorstände hatten im Verlauf der Abgas-Affäre bislang ihren Posten abgeben müssen. Stadler durfte bleiben, obwohl es wiederholt von verschiedenen Seiten Forderungen nach seiner Abberufung gegeben hatte.
Sechs Audi-Vorstände hatten im Verlauf der Abgas-Affäre bislang ihren Posten abgeben müssen. Stadler durfte bleiben, obwohl es wiederholt von verschiedenen Seiten Forderungen nach seiner Abberufung gegeben hatte.
(Bild: Audi)

Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat sich nach einem Bericht des „Handelsblatt“ hinter Audi-Chef Rupert Stadler gestellt. Der Manager werde trotz der Ermittlungen in der Abgas-Affäre an der Spitze der VW-Tochter bleiben, schreibt die Zeitung auf ihrem Online-Auftritt unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrats.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren gegen Stadler eingeleitet. Sie legt ihm „Betrug und mittelbare Falschbeurkundung“ zur Last. Der Audi-Chef soll nach der Aufdeckung der Manipulationen in den USA von den falschen Abgaswerten auch in Europa gewusst haben, aber anders als in den USA keinen Vertriebsstopp angeordnet haben. Ermittler hatten Anfang der Woche auch Stadlers Privatwohnungen durchsucht. Daraufhin waren erneut Rücktrittsforderungen laut geworden.

Sechs Audi-Vorstände hatten im Verlauf der Abgas-Affäre bislang ihren Posten abgeben müssen. Stadler durfte bleiben, obwohl es wiederholt von verschiedenen Seiten Forderungen nach seiner Abberufung gegeben hatte. In die Entwicklung der illegalen Software-Funktionen war er wohl nicht involviert. Kritiker werfen ihm aber eine schleppende Aufklärung vor.

Der Aufsichtsrat hatte dem „Handelsblatt“-Bericht zufolge kurzfristig eine Sitzung anberaumt, um sich über die Einigung mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig zu informieren. Der Autobauer hat sich mit der Behörde auf ein Bußgeld von einer Milliarde Euro wegen Pflichtverletzungen in Zusammenhang mit der Abgas-Affäre geeinigt.

Diese Gelegenheit hätten die Kontrolleure genutzt, um auch über Stadler zu reden. Auch wenn die Familie um Wolfgang Porsche hinter ihm stehe: Die Rücktrittfsorderungen seien damit nur fürs erste vom Tisch, zu einem späteren Zeitpunkt werde darüber geredet werden müssen, hieß es laut „Handelsblatt“ aus dem Aufsichtsrat.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«