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Neue Mobilität Privates Carsharing: Getaround kauft Drivy

Redakteur: Svenja Gelowicz

Die Konsolidierung im Carsharing-Markt nimmt weiter ihren Lauf: Das US-amerikanische Unternehmen für privates Carsharing Getaround kauft den französischen Anbieter Drivy.

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Privates Carsharing bieten die Firmen Drivy und Getaround an. Nun kauft letzteres US-Unternehmen das französische Start-up Drivy.
Privates Carsharing bieten die Firmen Drivy und Getaround an. Nun kauft letzteres US-Unternehmen das französische Start-up Drivy.
(Bild: Drivy)

Das europäische Start-up für privates Carsharing Drivy wird vom US-Konkurrenten Getaround übernommen. Laut einer Mitteilung liegt der Kaufpreis bei 300 Millionen Dollar. Getaround schafft damit nun den Sprung nach Europa. Drivy hat circa 2,5 Millionen Kunden in 170 Städten. Die US-Firma Getaround verdoppelt ihre Kundenzahl auf gut fünf Millionen und sieht sich als weltweiter Marktführer beim privaten Carsharing.

Das Start-up aus Frankreich ist neben dem Heimatmarkt in Deutschland, Spanien, Österreich, Belgien und dem Vereinigten Königreich aktiv. In Deutschland hat Drivy laut eigenen Angaben etwa 300.000 Nutzer. Davon bieten über 6.000 Leute ihr Fahrzeug an. „Das ist ein gutes Verhältnis“, sagte Drivy-Deutschlandchef Nils Roßmeisl gegenüber »Automobil Industrie«. Das Geschäftsmodell haben die Franzosen mit einem Firmenkundengeschäft maßgeblich erweitert. Flottenanbieter können ihre Fahrzeuge über Drivy anbieten.

Getaround und Drivy bieten Telematik zum Öffnen

Automobilzulieferer Valeo kooperiert ebenfalls mit Drivy. Das Ziel: Flottenpools dank Sharing besser auslasten und die Fixkosten senken. Damit will Drivy den Großteil seines Umsatzes generieren – mit einem Anteil am Gesamtgeschäft von bis zu 20 Prozent: „uraltes Pareto-Prinzip“ sagt Roßmeisl.

Sowohl Getaround als auch Drivy bieten Nachrüst-Systeme an, mit denen die Privatautos beim Mieten ohne eine Schlüsselübergabe per Smartphone aufgeschlossen werden können. Die französische Firma Drivy hatte in Deutschland 2015 den Konkurrenten Autonetzer übernommen. Drivy-Gründer Paulin Dementhon bleibt als Chef des Europageschäfts an Bord.

Mit Material von dpa

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