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Brose Produktionsstart für Ford

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In seinem Hallstadter Werk hat der Automobilzulieferer Brose hat vor wenigen Tagen seine bisher größte Fertigungsanlage für Türsysteme in Betrieb genommen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

In seinem Hallstadter Werk hat der Automobilzulieferer Brose hat vor wenigen Tagen seine bisher größte Fertigungsanlage für Türsysteme in Betrieb genommen. Das Unternehmen produziert dort das Basis-Türsystem, das der Ford-Konzern in mehreren Fahrzeugmodellen Plattform übergreifend einsetzt, unter anderem im Ford Focus, Focus C-Max und Volvo S40.

Der Automobilhersteller setzt zum ersten Mal Türsysteme des Coburger Unternehmens ein, das nicht nur das Türsystem fertigt, sondern als Full-Service-Supplier das Produkt auch entwickelt hat. Beim Brose-Türsystem sind auf einem Grundträger Fensterheber, Türsteuergerät, Lautsprecher, Kabelbaum und das komplette Schlossmodul integriert.

Im Werk Hallstadt ist auf etwa 1.500 Quadratmetern eine moderne Produktion entstanden: Auf der Schäumanlage werden zunächst die Trägerbleche mit einer Dichtung versehen. Mit dieser Dichtung wird eine Trennung zwischen dem Nass- und Trockenraum der Fahrzeugtür erreicht. Damit befinden sich nur noch die mechanischen Komponenten des Schlosses und des Fensterhebers im Nassraum der Tür.

In einer Taktzeit von wenigen Sekunden werden die zugehörigen Fensterheber gefertigt und dann in die Basis-Türsysteme montiert. Diese gehen per LKW just-in-time an zwei weitere Werke des Unternehmens: nach Saarwellingen und nach Gent in Belgien. Dort werden die Türsysteme mit weiteren Bauteilen wie Lautsprecher und Türschloss komplettiert und synchron zur Fahrzeug-Produktion in die Ford-Werke geliefert.

"Mit diesem Produktionskonzept ist uns ein Innovationssprung in der Herstellung von Fensterhebern und Türsystemen gelungen. Der Kostendruck unserer Kunden hat von uns gefordert, neue Wege bei der Anlagenautomatisierung zu gehen“, begründete Geschäftsführer Matthias Drewniok die Investition von rund sieben Millionen Euro.

Derzeit montiert die Anlage rund 4.000 Basis-Türsysteme pro Tag. Im kommenden Jahr wird die Zahl auf täglich 12.000 Einheiten für mehr als 3.000 Fahrzeuge steigen. Über 50 Beschäftigte arbeiten dann an dieser Fertigungslinie im Drei-Schicht- Betrieb.