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Competence Exchange Symposium Prozessoptimierung bleibt wichtig

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Michael Ziegler

Mit den richtigen Werkzeugen kann man auch komplexe Entwicklungsprozesse besser beherrschen und schneller innovativere Produkte entwickeln, so der Grundtenor auf dem Competence Exchange Symposium (CES) des Toolentwicklers ETAS.

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Auf dem Competence Exchange Symposium präsentierten sich zwei Teams der Formula Student.
Auf dem Competence Exchange Symposium präsentierten sich zwei Teams der Formula Student.
(ETAS)

Die ETAS hatte eigene und externe Referenten geladen, die den etwa 100 Teilnehmern des CES ein breites Spektrum an Themen näherbrachten. Neben neuen ETAS-Toollösungen für Funktions- und Softwareentwicklung, Test und Applikation standen Themen wie etwa funktionale Sicherheit, die effiziente Einbindung der Werkzeuge in die Entwicklungsprozesse oder die Herausforderungen neuer Datenprotokolle auf der Agenda.

Ein sehr ernstes Thema sprach zum Beispiel Simon Burton von der ETAS an, der auf die wachsende Gefahr von gewollten und ungewollten Manipulationen der elektronischen Steuerung aufmerksam machte. Er führte vor, wie der im ISO 26262-Standard festgelegte Prozess um Methoden der Embedded Security erweitert werden kann. Beispielsweise werden durch gezielte Risikoanalysen mögliche Angriffspfade der Manipulateure identifiziert und bewertet, um dann durch geeignete Gegenmaßnahmen diese Gefahrenstellen abzusichern. Die Etablierung solcher „Embedded Security-Strategien“ setzt allerdings einen industrieweiten Konsens voraus.

Neue Produkte

Zwei weitere Beiträge der ETAS zeigten erste Ausblicke auf neue Produkte. 2014 will das Stuttgarter Unternehmen das neue ASCET 7 auf den Markt bringen. Wichtige Merkmale sind zum Beispiel die Übernahme der ASCET 6-Grundfunktionalitäten sowie die Verwendung von Eclipse als Standard Framework, wodurch ASCET sehr leicht in Kundenumgebungen eingebunden und um weitere Toolbausteine erweitert werden kann. Auch die Nutzerfreundlichkeit dank neuer Bedienoberfläche, die Abstraktion für die Funktionsentwicklung sowie die Systemstabilität sollen nochmals verbessert werden. Bis zum Serienstart der neuen Version will ETAS das existierende ASCET 6 aber weiterhin pflegen.

Zweite Neuvorstellung war ISOLAR-CODA, ein Tool zur Entwicklung von hochgradig integrierten, objektbasierten, eingebetteten Echtzeitsystemen. ISOLAR-CODA soll die Effizienz während der Entwicklung deutlich verbessern, indem es den Aufwand zur Erstellung von manuellem Code im Vergleich zu anderen Systemen reduziert.

Dank einer Tooloptimierung bei ETAS ASCMO – der Verwendung neuer mathematischer Modelle – soll jetzt auf Basis nur weniger Messungen bereits ein hoch genaues Motormodell erstellt werden können. Mit Hilfe von neuen modellintegrierten Optimierungsverfahren soll der Anwender optimale Steuergeräteparameter für weniger Kraftstoffverbrauch und Emissionen noch schneller ermitteln können. Das neue Motormodell ist auch in ETAS LABCAR integrierbar.

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