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Neuwagen PS-Lust trotzt dem Spritpreisanstieg

| Redakteur: Andreas Grimm

Seit Monaten klettern die Benzin- und Dieselpreise, ohne die PS-Freude der Käufer zu bremsen. Inzwischen hat jeder Neuwagen im Schnitt fast 134 PS - deutlich mehr als im Jahr 2008.

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Trotz hoher Spritpreise sind PS-starke Autos in Deutschlands gefragt wie nie. Nach dem wenig überraschenden „PS-Knick“ von 2009, dem Jahr der Abwrackprämie mit vielen verkauften Kleinwagen, steigen die Zahlen seit 2010 wieder an. Im Januar 2011 hatten die in Deutschland verkauften Neuwagen demnach im Schnitt 133,6 PS unter der Haube, hat das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen errechnet.

2010 waren es im Durchschnitt 130,5 PS, 2009 nur 118,0 PS. Der bisherige Höchstwert von 131,1 PS wurde 2008 erreicht, teilte CAR-Leiter Prof. Ferdinand Dudenhöffer am Sonntag mit. Gründe seien vor allem der steigende Anteil von Dieselfahrzeugen, deren Motorleistung spürbar über der von Benzinern liege, sowie die wachsende Beliebtheit der sportlichen Geländewagen. Deren Anteil an den verkauften Neuwagen in Deutschland stieg der Studie zufolge von 6,5 Prozent im Jahr 2006 auf 14,6 Prozent im Januar 2011.

Dudenhöffer geht davon aus, dass die durchschnittliche Motorleistung in den kommenden Jahren weiter steigen wird. „Deutsche lieben stärkere Autos - auch wenn die Spritpreise steigen“, schreibt Dudenhöffer. Allerdings müsse dies nicht unbedingt zu Mehrverbrauch führen, schreibt er mit Blick auf die aufkommenden Hybrid-Antriebe und die Verbreitung der Start-Stopp-Systeme.

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