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Personalie PSA Deutschland mit neuer Struktur

Redakteur: Christoph Baeuchle

Erst schafft PSA Deutschland den Posten des Generaldirektors ab. Nun wird er neu installiert. Die Aufgabe übernimmt Albéric Chopelin, der eben erst Peugeot-Deutschland-Chef wurde.

Albéric Chopelin kommt, aber in anderer Funktion: Peugeot-Deutschland-Chef ist er nur kommissarisch, dafür übernimmt er nun die Gesamtverantwortung.
Albéric Chopelin kommt, aber in anderer Funktion: Peugeot-Deutschland-Chef ist er nur kommissarisch, dafür übernimmt er nun die Gesamtverantwortung.
(Foto: Peugeot)

PSA Deutschland dreht das Rad wieder zurück: Als Generaldirektor übernehme Albéric Chopelin die Leitung der Marken Peugeot, Citroën und DS sowie der Zentralbereiche, teilte das Unternehmen mit. Damit schafft der Importeur die Stelle neu, die nach dem Abgang von Olivier Dardart im Frühjahr 2013 gestrichen worden war.

Nach dem Peugeot-Umzug von Saarbrücken nach Köln und dem Einzug in der gemeinsamen Zentrale in Gremberghoven hatte der Importeur die Neustrukturierung eigentlich für beendet erklärt und die übergeordnete PSA-Stelle als überflüssig erachtet. Nun scheint man in Paris die Meinung geändert zu haben. Der 38-jährige Chopelin berichtet in seiner neuen Funktion direkt an PSA-Europachef Denis Martin.

„Die Situation ist eine andere als damals“, begründet ein Peugeot-Sprecher die Neuaufstellung. Man könne nun das Image der Marken stärker profilieren und die Marktpositionierung strategisch übergreifend in Angriff nehmen. „Diese Strukturierung bietet verschiedene Möglichkeiten, Schwerpunkte zu setzen.“

Synergien durch kurze Wege

In der wiederbelebten Struktur sieht PSA Peugeot Citroën in Deutschland die Grundlage für kürzere Entscheidungswege und zusätzliche Synergien. Statt direkt nach Paris zu kommunizieren, werden Holger Böhme, Geschäftsführer Citroën Deutschland, und Christof Blank, Direktor Zentralbereiche, nun an Chopelin berichten. Gleiches gilt für den künftigen Geschäftsführer von Peugeot Deutschland, dessen Aufgaben der neue Generaldirektor jetzt zunächst nur kommissarisch und nicht wie zunächst gemeldet auf Dauer übernimmt.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Potenzial von Peugeot, Citroën und DS in Deutschland konsequent und entschlossen ausschöpfen werden“, so Chopelin. „Wichtig ist dabei, dass sich die Verantwortlichen der Marken verstärkt unseren Partnern und Kunden widmen können.“

Vor seiner Berufung als Peugeot-Geschäftsführer und jetzt PSA-Generaldirektor verantwortete der studierte Betriebswirt Chopelin das Vertriebsgeschäft der Marke Peugeot für die Region Zentral- und Nordeuropa. Von 2011 bis 2013 war er Geschäftsführer für die Konzernmarken in den Benelux-Ländern. Chopelin ist seit 1996 in der Automobilbranche tätig, zunächst als Verkaufsleiter, anschließend als Geschäftsführer eines Autohauses. Es folgten leitende Vertriebsfunktionen bei Ford und BMW.

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