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Wirtschaft PSA Peugeot Citroën steigert Absatz

Redakteur: Jens Scheiner

PSA Peugeot Citroën verzeichnete im ersten Halbjahr 2014 mit 956.000 verkauften Fahrzeugen eine Absatzsteigerung um 11,7 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Der europäischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wuchs um 6,6 Prozent.

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Der weltweiter Absatz des PSA-Konzerns stieg im ersten Halbjahr 2014 mit 1.541.000 Einheiten um 5,5 Prozent.
Der weltweiter Absatz des PSA-Konzerns stieg im ersten Halbjahr 2014 mit 1.541.000 Einheiten um 5,5 Prozent.
(Foto: PSA)

Im ersten Halbjahr 2014 erreichte der Konzern in Europa einen Marktanteil von 12,1 Prozent. Als Grund nennt der Automobilhersteller das Wachstum der französischen, spanischen und britischen Märkte sowie Änderungen an der Preispolitik. Zudem trug nach Unternehmensaussage das Wachstum des Marktes für leichte Nutzfahrzeuge um zehn Prozent einen Teil zur Absatzsteigerung bei. Der Konzern hat in diesem Segment nach eigenen Aussagen mit 21,2 Prozent Marktanteil die Führungsposition inne.

China und Südostasien: Anstieg der Vertriebsdynamik

Laut Unternehmensangaben steigerte der Konzern in China im ersten Halbjahr 2014, dank der Ergebnisse seiner beiden Joint-Venture-Partner Dongfeng Peugeot Citroën Automobile (DPCA) und Changan PSA Automobile (CAPSA), seinen Absatz um 27,7 Prozent. Außerdem wuchs der Absatz mit 342.900 fakturierten Einheiten um 24,5 Prozent, damit stieg der Marktanteil in der ersten Jahreshälfte um 0,4 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent.

Lateinamerika: Schwerpunkt Aufschwung und Profitabilität

In einem um 9,2 Prozent rückläufigen Markt verzeichnete der Konzern in Lateinamerika einen Absatzrückgang um 26,8 Prozent auf 107.000 Einheiten bei einem Marktanteil von 4,6 Prozent. Darin spiegeln sich die schrumpfende Nachfrage vor allem auf dem argentinischen Automobilmarkt, wo der Konzern seinen Marktanteil von 15,2 Prozent auf 15,5 Prozent erhöhen konnte, aber auch die negative Wechselkursentwicklung der lokalen Währungen wider. In Brasilien ist der Konzernabsatz in einem stark umkämpften Markt um 22,1 Prozent zurückgegangen. In Argentinien sank der Konzernabsatz um 33,8 Prozent. Der Markt litt unter der Abwertung des Pesos, einer neuen Steuer auf „Luxusmodelle“ und drastischen Einschränkungen für Fahrzeugimporte auch aus Brasilien, wo PSA Peugeot Citroën seine Spitzenmodelle des B-Segments (Peugeot 208 sowie die Citroën-Modelle C3, C3 Picasso und C3 Aircross) für Argentinien produziert.

Eurasien: Umsetzung des Sanierungsplans

Auf dem um 7,8 Prozent rückläufigen Markt hält der Konzern in Russland einen Marktanteil von 1,9 Prozent. Mit 23.400 Einheiten sank der Absatz des Konzerns um 25,8 Prozent. Die Leistung des Konzerns in Eurasien litt zudem stark unter dem Verfall der Wechselkurse und dem Zusammenbruch des ukrainischen Marktes.

Afrika und Naher Osten: hohes Entwicklungspotenzial

Auf dem um 2,1 Prozent rückläufigen Markt und unter dem Einfluss des erstarkten Euros sank der Konzernabsatz um 37,2 Prozent auf 81.600 Fahrzeuge. Nach Jahren des Wachstums mussten sich vor allem der algerische und türkische Markt einem deutlichen Rückgang beugen. Der Abschluss des Vertrags mit PAN Nigeria Limited stärkt die Präsenz des Konzerns in Nigeria, wo im Verlauf des zweiten Halbjahrs 2014 die Montage und Vermarktung des Peugeot 301 beginnen wird. Später folgen der Peugeot 508 und der Peugeot 308.

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