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Wirtschaft PSA streicht Produktionslinien

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Um die Auslastung in den Werken zu steigern, erwägt PSA Peugeot Citroёn, jeweils eine Produktionslinie in seinen Werken in Mulhouse und Poissy zu schließen.

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PSA-Werke sind schlecht ausgelastet. Nun sollen Produktionslinien gestrichen werden.
PSA-Werke sind schlecht ausgelastet. Nun sollen Produktionslinien gestrichen werden.
(Foto: PSA)

Um die Kosten weiter zu reduzieren, will der französische PSA-Konzern seine Werke besser auslasten. Medienberichten zufolge prüft das Unternehmen derzeit, ob die zweite Produktionslinie im Werk Mulhouse eingestellt wird. Sinke die Produktion unter 250.000 Einheiten, lohne sich eine zweite Produktionslinie nicht, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen PSA-Sprecher. In Mulhouse sei dies ein Thema.

Einem Bericht der französischen Zeitung „Le Figaro“ zufolge hat das Unternehmen im vergangenen Jahr in seinem Werk in Mulhouse weniger als 225.000 Fahrzeuge produziert. Hier laufen neben dem Peugeot 2008 auch der Citroёn C4 und DS4 vom Band. Die Erwartungen für die nächsten Jahre sind gering: Der Autobauer geht in Mulhouse von einer Produktion zwischen 190.000 und 230.000 Einheiten aus, vermeldet die Zeitung. Damit ist das Werk weit von seiner Vollauslastung entfernt. In Mulhouse hat PSA Kapazitäten für mehr als 450.000 Einheiten.

Auch die Auslastung des Werkes in Poissy nehmen die Franzosen unter die Lupe. Allerdings ist hier laut „Le Figaro“ die Produktion mit 264.000 Einheiten im vergangenen Jahr etwas besser ausgelastet gewesen. Hier stellt das Unternehmen den Peugeot 208 sowie Citroёn C3 und DS3 her.

Ende Oktober lief das letzte Auto im Werk Aulnay-sous-Bois vom Band. Im nächsten Jahr wird der Standort im Nordosten von Paris mit zuletzt 3.000 Mitarbeitern ganz geschlossen. Insgesamt hatte PSA in dem traditionsreichen Werk seit 1973 mehr als 8,5 Millionen Autos produziert.

Durch die Maßnahmen will der Autobauer seine Kosten besser in den Griff bekommen. Ziel ist es, bis 2016 eine Auslastung der europäischen Werke von 100 Prozent zu erhalten.

Zudem braucht der Konzern weiter frisches Geld. Erst jüngst hatte die Tageszeitung „Le Monde“ berichtet, dass das Unternehmen eine Kapitalerhöhung von vier Milliarden Euro anstrebt. Laut Bericht sollen die Aktien an den chinesischen Autobauer Dongfeng Motor und an den französischen Staat gehen. Beide Kapitalgeber würden demnach rund 30 Prozent der Unternehmensanteile übernehmen.

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