Elektromobilität PSA überprüft seine Elektro-Strategie

Redakteur: Christoph Baeuchle

Die Franzosen gehörten zu den ersten Automobilherstellern mit einem Elektroauto. Inzwischen haben jedoch viele Wettbewerber PSA überholt. Konzernchef Carlos Tavares plant nun eine neue Strategie.

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Carlos Tavares stellt Zusammenarbeit mit Mitsubishi in Frage.
Carlos Tavares stellt Zusammenarbeit mit Mitsubishi in Frage.
(Foto: PSA)

PSA-Chef Carlos Tavares stellt die Elektrostrategie des französischen Automobilherstellers in Frage. Auf dem Prüfstand steht auch die Zusammenarbeit mit dem japanischen Autobauer Mitsubishi, der Peugeot den Ion und Citroën den C-Zero liefert.

In den nächsten zwölf Monaten werde der Konzern seine Strategie überarbeiten, sagte Tavares laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Reuters“. Dann werde sich auch entscheiden, ob PSA die Fahrzeuge künftig allein entwickelt oder mit einem Partner.

Auch über den künftigen Produktionsort will Tavares in einem Jahr Klarheit haben. Bei der Entscheidung, wo PSA seine Elektrofahrzeuge baut, spielt laut Reuters die Entwicklung der japanischen Währung Yen eine wesentliche Rolle.

In Deutschland spielt das Elektroangebot der Franzosen eher eine untergeordnete Rolle. Erst in den vergangenen Monaten haben beide PSA-Marken einen rein-elektrischen Lieferwagen auf den Markt gebracht. Bereits seit 2010 sind sie mit dem Citroën C-Zero, der wie der Peugeot Ion auf dem Mitsubishi i-Miev basiert, aktiv.

Allerdings mit mäßigem Erfolg: Im vergangenen Jahr kamen noch 48 Peugeot Ion auf die Straße. Noch schlechter sieht es bei Citroën aus: Zwar wies das Kraftfahrtbundesamt 276 neu zugelassene C-Zero aus, doch 250 Einheiten brachte Citroën im Rahmen seines Carsharing-Projektes Multicity selbst auf die Straße.

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