Nissan Qashqai: Limousine mit SUV-Genen

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Der neue Nissan Qashqai sieht aus, als ob er nicht wüsste, wohin er gehört. Zumindest ist die Mischung aus Schräghecklimousine und SUV schwierig in eine Segmentschublade zu zwängen.

( Archiv: Vogel Business Media )

Am 24. Februar hat Nissan den Qashqai auf dem deutschen Markt eingeführt. Der Neue, der halb Schräghecklimousine, halb SUV ist, ist das zweite Fahrzeug der Japaner, das nicht in eine Segment-Schublade passt. Als erstes Modell dieser Art startete im vergangenen Jahr der Note. Golf-Klasse auf hohen Beinen

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Es fällt schwer, ein vergleichbares Auto auf dem Markt zu finden. Er steht auf höheren Beinen als die traditionelle Golf-Klasse und ist bulliger als sie. Andererseits erinnert die Karosse an ein typisches SUV – nur eben im Kleinformat. Nissan möchte sich mit dem Neuen dem Wettbewerb in der Golf-Klasse stellen. Innerhalb der eigenen Modellpalette soll der Qashqai die Brücke zwischen Note und X-Trail schlagen. Entwickelt wurde der Crossover in Großbritannien. Im englischen Sunderland läuft er auch vom Band.

Zwei Benziner und zwei Diesel

Für den Qashqai stehen zwei Benzin-Motoren mit 84 kW/115 PS und 104 kW/141 PS sowie zwei Diesel mit 78 kW/105 PS und 110 kW/150 PS zur Verfügung. Die Kunden haben außerdem die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb. Das aus dem X-Trail bekannte All-Mode-4x4-System kann mit einem der beiden 2.0-Liter-Motoren kombiniert werden.

Mit einem vollwertigen Geländewagen will sich das Fahrzeug nicht messen lassen – auch wenn es nach einem durch die Wüste ziehenden Nomadenstamm benannte wurde. Der Allradantrieb soll lediglich dafür sorgen, dass seine Insassen auch bei widrigen Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen auf der sicheren Seite sind.

Basispreis bleibt unter der 20.000-Euro-Schwelle

Als Ausstattungen bietet Nissan die bekannten Stufen "Visia", "Acenta" und "Tekna" an. Standard sind die elektrisch verstellbaren Außenspiegel, die Radio/CD-Kombination mit Bluetoth-Schnittstelle und ein Bordcomputer. Der Einstiegspreis für den kleinen Benziner liegt bei 19.790 Euro. Der günstige Allrader ist für 22.840 Euro zu haben. Das voll ausgestattete Flaggschiff 2,0 dCi mit 150 PS in der Tekna-Variante kostet 30.140 Euro.

In diesem Jahr will der Importeur 15.000 Qashqai in Deutschland verkaufen. Im ersten vollen Jahr sollen es 18.000 Fahrzeuge werden. Die Kunden, die Nissan für das neue Auto im Visier hat, sind junge Leute ohne Kinder und die Generation 50 plus. Brian Carolin, Senior Vice President von Nissan Europe, geht von einer Eroberungsrate von 80 Prozent aus. Diese Kunden sollen sowohl bisherige Limousinen- als auch SUV-Fahrer sein, die neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen sind.