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Qoros Qoros-Start in Deutschland bleibt unklar

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Bislang ist Qoros in Deutschland vor allem in den Medien präsent, so wird es zunächst auch bleiben. Zum Marktstart wollte Qoros-Chef Volker Steinwascher keine Angaben machen.

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Qoros ist derzeit in aller Munde. Doch ob das Fabrikat so schnell in Deutschland vermarktet wird, scheint wieder unsicher.
Qoros ist derzeit in aller Munde. Doch ob das Fabrikat so schnell in Deutschland vermarktet wird, scheint wieder unsicher.
(Foto: Qoros )

Der chinesische Autobauer Qoros will sich zunächst auf den chinesischen Markt konzentrieren, bevor er einen umfassenden Markteintritt in Europa wagt. „Wann wir nach Deutschland kommen, ist noch nicht klar“, sagte Qoros-Chef Volker Steinwascher beim Car-Symposium in Bochum. Bisher hatte der chinesische Autobauer noch von einem Markteintritt im Jahr 2015 gesprochen.

Steinwascher begründete die Verzögerung mit der unterschiedlichen Nachfrage in den Regionen. China sei ein großer Markt, der wachse. „Europa ist der derzeit nicht attraktiv“, sagte der Qoros-Chef. Den Fokus lege man auf den Heimatmarkt. Das Stufenheck des Qoros 3 hat das Unternehmen zu einem Basispreis von rund 14.500 Euro im vergangenen Jahr auf den chinesischen Markt gebracht. Dies entspreche in etwa dem Preisniveau des Ford Focus.

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Wie viel das Fahrzeuge in Deutschland kosten würde, steht laut Steinwascher noch nicht fest. Allerdings dürften in Europa die Modelle des chinesischen Wettbewerbers vor allem den asiatischen Hersteller zusetzen. In Europa nutzt Qoros bislang die Slowakei als Testmarkt und hat dort einen Handelspartner. Es gehe jedoch nicht um Volumen, betont der Ex-VW-Manager.

Zum Jahreswechsel hat der Autobauer das erste Fahrzeug in China ausgeliefert. Derzeit verkaufen 22 Händler die Marke, Tendenz stark steigend. „Bis Jahresende wollen wir zwischen 120 und 130 Händler haben“, sagte Steinwascher. Das Unternehmen habe bereits 120 Vereinbarungen mit Partnern unterschrieben.

Über die Ziele im ersten Verkaufsjahr wollte sich Steinwascher nicht äußern. Er verwies auf die Kapazitäten von 150.000 Einheiten. „Wenn wir die Hälfte im ersten Jahr erreichen, ist dies gut.“ Die vorhandenen Kapazitäten könne der Autobauer problemlos auf 350.000 Einheiten aufstocken.

Anfang März stellt das Fabrikat zum zweiten Mal in Genf aus: Das kompakte Schrägheckmodell auf Basis des bekannten Qoros 3 richtet sich optisch direkt an europäische Käufer. Bereits mit dem Ergebnis des Euro-NCAP-Tests hatte der chinesische Hersteller seinen Wettbewerbern das Fürchten gelehrt. Die Qoros-3-Limousine hatte als erstes chinesisches Auto fünf Sterne erhalten und sogar das beste Gesamtergebnis der Tests des Jahres 2013 erhalten. Die etablierten westlichen Hersteller hatten das Nachsehen.

Die bisherigen Ergebnisse hat Qoros mit relativ wenig Geld erreicht. Insgesamt habe das Unternehmen 2,57 Milliarden Euro investiert, sagte Steinwascher. Allerdings schränkte er ein, werde es „noch ein paar Jahre brauchen, bis die Marke Geld verdient“.

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