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Qoros Qoros untermauert Europa-Kurs

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm, Andree Stachowski

Bisher hat der chinesische Hersteller die Öffentlichkeit überzeugt. Nicht zuletzt mit seinem Crashtest-Ergebnis. Auf dem Genfer Salon steht nun die Generalprobe bevor.

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Qoros ist auf dem Genfer Salon erneut vertreten. Dieses Mal mit der Fließheckvariante seines bisher einzigen Modells.
Qoros ist auf dem Genfer Salon erneut vertreten. Dieses Mal mit der Fließheckvariante seines bisher einzigen Modells.
(Foto: Qoros)

Kurz vor dem Start des Genfer Automobilsalons am 6. März wächst das mediale Interesse an Autos aus China wieder rasant. Insbesondere die Marke Qoros steht im Zentrum. Tatsächlich deutet immer mehr darauf hin, dass die junge Marke Chancen hat, sich in Europa zu etablieren. Nachdem das Debüt vor einem Jahr auf dem Automobilsalon auf positive Resonanz gestoßen war, hat sich der Eindruck vom soliden Hersteller seither verfestigt. Jetzt steht ein weiteres Modell in den Startlöchern.

Zum medialen positiven Gesamteindruck trägt sicherlich das behutsame Vorgehen bei, mit dem die Unternehmenslenker um Volker Steinwacher den Autobauer etablieren. So haben die Chinesen in ihrem Heimatmarkt das Vertriebsnetz nur langsam ausgebaut, am 10. Dezember eröffnete mit der „Shanghai Guanshan Automobile Sales and Service Co.“ das erste exklusive Qoros-Autohaus der Welt. Zum Jahreswechsel wurde dann nach Unternehmensangaben das erste Endkundenfahrzeug – ein macadamia-brauner Qoros 3 in der Ausstattungslinie Elegance – an seinen neuen Besitzer übergeben.

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Besondere Beachtung aber hat die Endauswertung der Euro-NCAP-Tests des vergangenen Jahres gefunden. Bereits das Ergebnis vom September, als die Qoros-3-Limousine alle fünf Sterne im Crashtest bekam – nicht selbstverständlich nach den niederschmetternden Ergebnissen von Brilliance und Landwind –, hatte für Aufsehen gesorgt. In der Rückschau hat sich nun sogar herausgestellt, dass der Qoros 3 das am sichersten getestete Fahrzeug in der Kategorie Kompaktklasse des Jahres 2013 ist.

Die kompakte Limousine hatte im NCAP-Crashtest ein Gesamtergebnis von 88 Prozent erzielt. Mit dieser Bewertung sicherte sich der Qoros 3 Sedan nicht nur die Auszeichnung als „Best in Class Car“ des Jahres, sondern erzielte das höchste Ergebnis aller 33 getesteten Fahrzeuge.

Zum zweiten Mal in Genf

Mit diesem Schub geht Qoros nun Anfang März erneut in Genf an den Start. Die Chinesen zeigen dort die Schrägheck-Version des Kompaktmodells Qoros 3, die vor allem die europäischen Käufer begeistern soll. Erste Bilder zeigen ein dynamisches, aber mit Ausnahme von etwas Chrom-Zierrat schlicht gezeichnetes Auto. Man habe das Design dem Styling europäischer Autos und dem Geschmack einer lifestyle-orientierten Kundengruppe angepasst, heißt es seitens des Herstellers.

Das Schrägheck basiert auf der Plattform der Limousine, ist aber mit 4,44 Metern 18 Zentimeter kürzer. Als Antrieb fungiert, genau wie in der Stufenheck-Version, ein 1,6-Liter-Benziner, der als Saugmotor 93 kW/126 PS leistet und in der Turbo-Version auf 115 kW/156 PS kommt. Für die Kraftübertragung stehen eine manuelle Sechsgangschaltung sowie ein Doppelkupplungsgetriebe mit ebenfalls sechs Gängen zur Wahl. In der Limousine soll die sparsamste Variante mit 6,0 Litern Kraftstoff auskommen.

Qoros 3: Chinesischer Hoffnungsträger

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Das Qoros 3 Stufenheck haben die Chinesen im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht, auch in einigen Teilen Europas. In China kostet die Basisversion der Limousine umgerechnet rund 14.400 Euro, für Europa verspricht der Hersteller einen Preis unterhalb von 20.000 Euro. Das Schrägheck dürfte sich unterhalb des Golf-Niveaus bewegen, der aktuell für mindestens 17.175 Euro in der Preisliste steht.

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