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Kältemittel R-1234yf setzt sich durch

| Autor / Redakteur: ar/AI / Bernd Otterbach

Die deutschen Automobilhersteller haben sich für das Kältemittel R-1234yf der US-Zulieferer Honeywell und DuPont entschieden. Damit ist das alternative Kältemittel Kohlendioxid für die Verwendung in Klimaanlagen endgültig durchgefallen. Dies teilte der VDA in einem Pressegespräch am Dienstag in Berlin mit.

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Im Jahr 2007 hatten die deutschen OEMs auf das Kältemittel R-744 gesetzt. Hinter dem Kürzel verbirgt sich CO2, Kohlendioxid. Inzwischen habe es neue Erkenntnisse gegeben, die auch auf den Ergebnissen intensiver Untersuchungen beruhen, so der VDA weiter. Als eine überzeugendere Alternative zum alten R-134a habe sich das Kältemittel R-1234yf erwiesen.

Wie VDA-Geschäftsführer Hans-Georg Frischkorn sagte, wurden „unter anderem in einem weltweiten Verbund von mehr als einem Dutzend Fahrzeugherstellern aus China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Korea, Schweden und den USA und rund 20 Zulieferern aus Asien, Europa und den USA in zahlreichen renommierten Laboratorien umfangreiche Tests und Studien durchgeführt“. Die Ergebnisse zeigten, dass das Kältemittel R-1234yf dem CO2 noch überlegen sei. Im Einsatz erweise sich R-1234yf genauso sicher wie das bisherige Mittel. Zudem werde es „weltweit akzeptiert“, könne „in bewährten Anlagen verwendet werden“ und habe, „gesamthaft betrachtet, einen mindestens so guten ‚Klimafaktor’ für die Umwelt“ wie R-744 (CO2).

Als Grenzwert fordert die EU, dass das Kältemittel höchstens 150-mal das Treibhauspotenzial von CO2 haben dürfe. Der neue Stoff bringt es auf ein klimafreundliches Maß von lediglich 4. Weiterer Vorteil des neuen Kühlmittels: herkömmliche, ausgereifte Klimaanlagen können fast ohne technische Modifikationen verwendet werden.

„Die deutsche Automobilindustrie hat sich dem angeschlossen und wird mit R-1234yf die neuen gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Damit kann auch beim Einsatz eines klimafreundlichen Kältemittels weiterhin ein globaler Standard gehalten werden“, so Frischkorn weiter.

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