Automobilhersteller

Radikaler Strategiewechsel bei Ford angekündigt

| Autor / Redakteur: dpa / Christian Otto

Jim Hackett will in den kommenden fünf Jahren bei Ford 14 Milliarden Dollar einsparen.
Jim Hackett will in den kommenden fünf Jahren bei Ford 14 Milliarden Dollar einsparen. (Bild: Ford)

Jim Hackett ist seit Ende Mai an der Spitze von Ford, jetzt kündigt er einen Strategieschwenk an: E-Mobilität und autonomes Fahren sollen in den Fokus rücken – gleichzeitig soll das Unternehmen 14 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2022 einsparen.

Der neue Ford-Chef Jim Hackett will den zweitgrößten US-Automobilhersteller mit drastischen Maßnahmen wieder in die Spur bringen: Massive Kostensenkungen, eine attraktivere Produktpalette und ein radikaler Strategieschwenk hin zu Elektromobilität und autonomem Fahren sollen das Unternehmen fit für die Zukunft machen, erklärte Hackett am Dienstag (3. Oktober) bei einer Investorenkonferenz in New York.

„Die Entscheidung zur Veränderung ist nicht leicht“, heißt es im Statement des seit Mai amtierenden Ford-Chefs. „Doch wir müssen akzeptieren, dass die Tugenden, die uns im im letzten Jahrhundert Erfolg brachten, keine Garantie für künftigen Erfolg sind.“ Hackett will die Ausgaben in den nächsten fünf Jahren um 14 Milliarden Dollar (12 Milliarden Euro) reduzieren – die Materialkosten sollen um zehn Milliarden sinken und die Entwicklungskosten um vier Milliarden Dollar.

Zudem will der Ford-Chef das Angebot umkrempeln und nicht davor zurückschrecken, Modelle zu streichen. Sieben Milliarden Dollar an Investitionen sollen von kleineren Wagen in größere Modelle wie SUV und Pick-up-Trucks umgeschichtet werden. Außerdem werde man ein Drittel weniger Geld als bisher in Verbrennungsmotoren stecken und damit stattdessen E-Autos entwickeln – zusätzlich zu einem bereits angekündigten 4,5 Milliarden Dollar schweren Förderprogramm.

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