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Elektromobilität

Rasante Entwicklung bei Lithium-Ionen-Akkus

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Preisschwelle von 300 Euro je Kilowattstunde schon im Jahr 2015?

McKinsey geht davon aus, dass die technische Weiterentwicklung, die optimierten Fertigungstechniken sowie die sinkende Margen zum Preissturz bei Lithium-Ionen-Batterien führen werden. Laut Studie soll der Preis für Hochvolt-Akkus von heute umgerechnet 400 bis 550 Euro auf 160 Euro je Kilowattstunde im Jahr 2020 sinken. Fünf Jahre später erwarten die Berater sogar ein Niveau um 130 Euro je Kilowattstunde.

Im Vergleich der Gesamtbetriebskosten nimmt die Wettbewerbsfähigkeit von Elektroautos gegenüber Pkw mit Verbrennungsmotor ab Batteriekosten um 220 Euro je Kilowattstunde rasant zu – und das bei aktuellen US-Kraftstoffpreisen von umgerechnet ca. 0,85 Euro je Liter. „Wenn die Preise von Lithium-Ionen-Akkus bis 2025 tatsächlich auf 130 Euro je Kilowattstunde sinken, dürfte der Kraftstoff vergleichsweise noch 0,40 Euro je Liter kosten, damit Verbrennungsmotoren mithalten können“, sagt Hans-Werner Kaas, der bei McKinsey die Automobilberatung in Nord- und Südamerika leitet.

Die McKinsey-Branchenanalysten erwarten, dass schon bis zum Jahr 2015 die Preisschwelle von 300 Euro je Kilowattstunde bei Lithium-Ionen-Akkus erreicht werden kann. Sie rechnen damit, dass die Preisspanne in den Lieferketten um 20 bis 40 Prozent sinkt. Der Preis für Lithium-Ionen-Akkus läge 2020 nur noch bei 160 Euro je Kilowattstunde, wenn die Prognose zutrifft, dass bis dahin die Fertigungsprozesse in der Autoindustrie Jahr für Jahr um 3 Prozent effizienter werden und weitere Skaleneffekte und Reifeprozesse greifen. In den folgenden fünf Jahren bis 2025 sind laut Studie weitere 26 Euro Preissenkung drin. Zwei Drittel davon gingen laut Berichterstatter auf verbesserte Elektrolyte und Kathoden zurück. Aber schon ein Preis von 160 Euro je Kilowattstunde im Jahr 2020 hätte laut Kaas große Auswirkungen auf die am Automobilbau beteiligten Branchen.

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