Suchen

TRW Reifendruckkontrolle ohne Initiator

| Redakteur: Bernd Otterbach

TRW Automotive hat ein Reifendruckkontrollsystem auf den Markt gebracht, das ohne elektrischen Initiator arbeitet. Damit soll das System günstiger sein.

Firma zum Thema

Die neue Technik sei die bisher kostengünstigste TRW-Entwicklung zur automatischen Lokalisierung eines Reifens mit zu niedrigem Druck, teilte der US-Zulieferer am Dienstag mit. Bereits Ende 2010 hat das Unternehmen mit der Serienfertigung des neuen TPMS (Tire Pressure Monitoring System) begonnen. Im laufenden Jahr werde das TPMS ohne Initiator in weiteren Fahrzeugen in Serie gehen, so TRW weiter.

Die neue TPMS-Technologie arbeitet wie das aktuelle, direkte TPMS von TRW mit vier an den Rädern montierten Sensoren, um den jeweiligen Reifendruck zu messen. Es benötigt jedoch keinen elektrischen Initiator, um die Sensorposition zu ermitteln: Der Empfänger der neuen TPMS-Generation, der üblicherweise unter dem Heck des Fahrzeugs oder an der Stoßstange angebracht wird, unterscheidet Front- und Heck-Sensoren, indem er die empfangene Signalstärke miteinander vergleicht.

Informationen über Erdgravitations- und magnetische Felder

Zusätzlich erfasst der Receiver Informationen über Erdgravitations- sowie magnetische Felder und erkennt somit, ob sich ein Sensor auf der linken oder der rechten Fahrzeugseite befindet. Durch die Kombination der gewonnen Informationen ist das System ohne Hilfe eines zusätzlichen Initiators in der Lage genau zu bestimmen, welcher Reifen zu wenig Druck aufweist.

„Das System ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir die Komponentenanzahl und -komplexität in einem Fahrzeug reduzieren, ohne die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen“, sagte Laurent Crosnier, Product Portfolio Director für Radio Frequency Electronics bei TRW. „Das neue TPMS ohne elektrischen Initiator arbeitet wie ein direktes System und kann automatisch identifizieren, welcher Reifen zu wenig Druck hat, um den Fahrer entsprechend zu warnen.“

(ID:372359)