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Osram Rekord-Temperaturstabilität für Flächenlichtquelle OLED erreicht

| Redakteur: Michael Ziegler

Dem Lichthersteller Osram ist es gelungen, erstmals eine organische Leuchtdiode (OLED) zu entwickeln, die im Labor-Langzeitversuch Temperaturen von bis zu 85 Grad Celsius über mehrere hundert Stunden standhalten kann.

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Konkrete Designs für OLED-Anwendungen im Automobil hat der Beleuchtungsspezialist Osram bereits in Zusammenarbeit mit „UnternehmerTUM“, dem Innovations- und Gründungszentrum der Technischen Universität München, erarbeitet.
Konkrete Designs für OLED-Anwendungen im Automobil hat der Beleuchtungsspezialist Osram bereits in Zusammenarbeit mit „UnternehmerTUM“, dem Innovations- und Gründungszentrum der Technischen Universität München, erarbeitet.
(Osram/UnternehmerTUM)

Damit rückt eine automobiltaugliche Anwendung ein Stück näher. Temperaturbeständigkeit ist die größte Herausforderung, um die neuartigen, flächigen Lichtquellen beim Auto zum Einsatz zu bringen. „Nach diesem Forschungserfolg nehmen wir nun den zukünftigen Einsatz in Serienfahrzeugen in Angriff“, so Ulrich Eisele, verantwortlich für das OLED-Segment bei Osram. „Die Automobilbranche plant und entwickelt ihre künftigen Modelle mit sehr langem zeitlichen Vorlauf. Deshalb müssen wir heute dabei sein, um das Auto der Zukunft ein Stück weit mitzugestalten.“

Licht wird eine immer wichtigere Größe im Automobildesign. Legten die Hersteller bis vor wenigen Jahren vor allem Wert auf die Form des Autos, hat mittlerweile fast jede Marke ihr charakteristisches „Lichtgesicht“. Erreicht wird dies bislang vor allem mit Hilfe von Leuchtdioden, kurz LED. Um weitere leuchtende Alleinstellungsmerkmale zu ermöglichen, erwarten Experten neben der Punktlichtquelle LED auch den Einzug der Schwestertechnologie OLED in das Automobil. OLED sind Flächenstrahler und die allermeisten Lichtanwendungen im Auto – insbesondere die, bei denen es um das „gesehen werden“ geht, wie Blinker, Heckleuchten oder Innenbeleuchtung – erfordern Flächenlicht. Konkrete Designs hat der Hersteller Osram bereits in Zusammenarbeit mit „UnternehmerTUM“, dem Innovations- und Gründungszentrum der Technischen Universität München, erarbeitet.

Größte Herausforderung beim Weg der organischen Leuchtdioden zur Automobil-Anwendung ist die Temperaturbeständigkeit: Um autotauglich zu sein, muss die OLED, gemäß Anforderungen der Hersteller, zum Beispiel in einer Rückleuchte, Temperaturspitzen von 85 Grad Celsius oder sogar mehr standhalten. Mit der Einführung erster OLED-Produkte für Beleuchtungsanwendungen vor knapp drei Jahren war dies maximal für zwei bis drei Stunden möglich. Mit der Rekord-OLED hat Osram diesen Wert verhundertfacht – eine weitere Verzehnfachung soll erste Einsatzmöglichkeiten im Automobil eröffnen. Die nun einsetzende zielgerichtete Entwicklung lässt diese Steigerungen in den kommenden Jahren erwarten.

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