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BASF Renaissance eines Werkstoffs

| Redakteur: Thomas Weber

Ein Polyamid 6.10, bestehend zu etwa 60 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Sebacinsäure, wird aus seinem Dormröschenschlaf geweckt.

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Ein bereits vor über fünfzig Jahren von BASF entwickelter und produzierter Werkstoff - ein Polyamid auf Sebacinsäure-Basis - erlebt eine Renaissance. Das Ludwigshafener Unternehmen wird auf der weltgrößten Kunststoffmesse K 2007 „Ultramid Balance“ präsentieren, ein Polyamid 6.10. Es besteht zu etwa 60 Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Sebacinsäure, der aus Rizinusöl gewonnen wird.

„Nachdem das Interesse an Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoff in vielen Märkten gestiegen ist, haben wir das Produkt wieder ins Sortiment genommen“, sagt Kurt Höfli, Marketingleiter für technische Kunststoffe der BASF in Europa. „Wir haben es nun aus seinem Dornröschenschlaf geweckt, weil das Thema nachwachsende Rohstoffe auch für unsere Kunden immer mehr an Bedeutung gewinnt“, so Höfli.

Der neue alte Werkstoff vereint eine für Polyamid relativ geringe Dichte mit guter Kaltschlagzähigkeit und ist durch seine geringe Wasseraufnahme sehr dimensionsstabil. Damit kann er nach Herstellerangaben nicht nur in klassischen PA 6-Anwendungen eingesetzt werden, sondern auch dort, wo die Anwendung von PA 6 bisher an Grenzen stieß.

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