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China-Strategie Renault: In China elektrisch und mit leichten Nutzfahrzeugen

| Autor / Redakteur: Ampnet/deg / Christian Otto

Der französische OEM ordnet seine Partnerschaften mit chinesischen Herstellern neu. Im Mittelpunkt steht die Forcierung des Geschäfts mit elektrischen Modellen und eine Ausbau bei den leichten Nutzfahrzeugen.

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Den elektrischen K-ZE bietet Renault seit 2019 in China an.
Den elektrischen K-ZE bietet Renault seit 2019 in China an.
(Bild: Renault )

Renault konzentriert seine Aktivitäten in China künftig auf den Markt der leichten Nutzfahrzeuge und Elektroautos. Damit will das Unternehmen laut eigener Angaben seine langfristige China-Präsenz stärken und die Synergien mit seinem Allianzpartner-Nissan nutzen.

Die aktuell für das Pkw-Geschäft von Renault mit Verbrennungsmotor verantwortliche Dongfeng Renault Automotive Company (DRAC) wird ihre Aktivitäten für die Autosparte einstellen. Dafür überträgt Renault seine DRAC-Anteile an die Dongfeng Motor Corporation.

Das Geschäft mit leichten Renault Nutzfahrzeugen steuert seit 2017 das Gemeinschaftsunternehmen Renault Brilliance Jinbei Automotive (RBJAC). Die Aktivitäten mit Renault Elektrofahrzeugen verantworten die beiden Joint Ventures eGT New Energy Automotive (eGT) und Jiangxi Jiangling Group Electric Vehicle (JMEV).

Vier E-Modelle bis 2022

Für die Elektrifizierung steht dort mit dem City K-ZE seit 2019 ein elektrisches Stadtauto zur Verfügung. Künftig soll das Fahrzeug auch auf anderen Märkten angeboten werden. Mit Unterstützung von Renault will JMEV im Jahr 2022 mit vier Modellen 45 Prozent des chinesischen Elektro-Marktes abdecken.

Allerdings plant Renault auch über das China-Geschäft hinaus eine Weiterentwicklung der Autosparte. Die Franzosen wollen konkrete Pläne hierzu aber erst zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen des künftigen neuen Mittelfristplans vorstellen. Die Kooperation mit Dongfeng umfasst auch technische Aspekte: So werden Renault und Dongfeng weiter mit Nissan bei Motoren der neuen Generation zusammenarbeiten. Zudem wollen Renault und Dongfeng stärker im Bereich Fahrzeugvernetzung kooperieren.

Der französische OEM sieht in China bei den leichten Nutzfahrzeugen großes Potenzial: 2019 wurden dort 3,3 Millionen Einheiten verkauft. Die Renault-Aktivitäten in diesem Segment verantwortet seit 2017 das Gemeinschaftsunternehmen Renault Brilliance Jinbei Automotive (RBJAC). RBJAC modernisiert derzeit die Jinbei-Modelle und erweitert das Angebot bis 2023 um insgesamt fünf Kernmodelle. Das Joint Venture soll in Zukunft auch exportieren.

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