Motorentechnik

Renault-Motorenzukunft in zwei Takten

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Flüssiggas als Antriebsstoff der nahen Zukunft

Auch Flüssiggas (LPG) wird bei den Franzosen als Antriebsstoff der nahen Zukunft gesehen. Hier aber wird das Gas erstmals in Dreizylinder-Aggregaten verbrannt. Der Vorteil liegt auch hier bei einer Verbrauchseinsparung – in diesem Fall von weiteren 20 Prozent – im Vergleich zu herkömmlichen Vierzylinder-LPG-Motoren. Der bivalente Turbomotor lässt sich notfalls auch mit Superbenzin fahren und eine Start-Stopp-Automatik sowie Rekuperation sind serienmäßig mit an Bord. Verglichen mit gleichstarken Benzinmotoren sinkt der Verbrauch mit dem Propan-Butan-Gemisch laut Renault um rund 25 Prozent. So werden bereits heute die vorgeschriebenen Werte für die Abgasnorm Euro 6b erreicht. Ab 2015 kann man die neuen Flüssiggas-Motoren bestellen.

Ebenfalls im nächsten Jahr kann man beim Renault-Händler Fahrzeuge mit einer neuen Generation von Elektromotoren erwerben und somit komplett emissionsfrei fahren. Der Clou: Das E-Triebwerk mit einer Leistung von 65 kW/88 PS und einem maximalen Drehmoment von 220 Newtonmetern wurde um zehn Prozent geschrumpft. So kann es noch leichter auch in Klein- und Kleinstwagen verbaut werden. Sämtliche Anbaumodule und Komponenten wurden in das Motorgehäuse integriert, wodurch die Kabelwege deutlich kürzer ausfallen.

Ebenfalls neu ist die Zusammenfassung von Ladebox, Leistungselektronik und dem Batterieladesystem Chameleon-Charger in einer Einheit. 25 Prozent weniger Platz werden so benötigt. Auch die Ladezeiten bei geringerer Spannung, beispielsweise an der Haushaltssteckdose oder an der 230-Volt-Ladestation, werden auf diese Weise reduziert.

Für die etwas fernere Antriebszukunft steht zudem der Prototyp eines Mildhybrid-Diesels, der für leichte Nutzfahrzeuge à la Renault Master neben der Twin-Turbo-Technik noch mit einem 48-Volt-Starter-Generator verbunden wird. Der Versuchsmotor wurde auf Basis des Serien-Vierzylinders DCI 165 mit Doppel-Turbolader entwickelt und erreicht seine optimierte Effizienz durch den gesteigerten Einspritzdruck von 2.000 auf 2.500 bar.

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