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Youngtimer Renault Safrane Biturbo: Seltener Exot

Autor / Redakteur: SP-X / Thomas Günnel

Der Renault Safrane war und ist ein seltener Anblick auf der Straße. Noch exotischer ist der Biturbo, von dem nur etwas über 600 Modelle verkauft wurden. Wir waren mit dem exklusiven Franzosen unterwegs.

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Der Renault Safrane war und ist ohnehin ein seltener Anblick auf der Straße. Noch exotischer ist der Biturbo, von dem nur etwas über 600 Modelle verkauft wurden.
Der Renault Safrane war und ist ohnehin ein seltener Anblick auf der Straße. Noch exotischer ist der Biturbo, von dem nur etwas über 600 Modelle verkauft wurden.
(Foto: Patrick Broich/SP-X)

Räumen wir mal mit dem Vorurteil auf, dass ausschließlich die deutschen Autohersteller Innovationsgeist besitzen. Für clevere technische Maßnahmen stehen auch andere Fahrzeughersteller – Renault beispielsweise konnte in den Achtzigern bereits mit Features aufwarten, von denen der Wettbewerb nur träumte und die nicht einmal heute zu den Standards gehören. Man denke nur an den legendären sprechenden Bordrechner. Erst in den letzten Jahren haben die Hersteller damit begonnen, vermehrt Sprachausgaben einzuführen. Auch die erste fernbedienbare Zentralverriegelung geht auf das Konto der Franzosen.

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Exotische Business-Limousine

Das sind die kleinen Dinge den Autofahrerlebens, die es angenehmer machen im Alltag und die entsprechenden Autos heute begehrenswert, insbesondere als Old- oder Youngtimer. Angenehm ist ein gutes Stichwort: Große Fahrzeuge mit hohem Komfort sowie vielen technischen Raffinessen schaffen es oft in die Gunst der Oldie-Interessenten. Doch es müssen nicht immer die Klassiker à la BMW Fünfer E34 oder Mercedes W124 sein, um in der hier relevanten Epoche zu bleiben – es darf auch ruhig mal ein Blick auf den exotischen Renault Safrane geworfen werden. Denn es wäre ein Fehler, dieser Anfang der Neunzigerjahre in den Markt gebrachten Business-Limousine die Aufmerksamkeit zu verweigern, nur weil ihr das in diesem Segment nötige Image fehlt. Sie hat nämlich alles, was die Fortbewegung attraktiv macht.

Schlicht und funktional

Das beginnt schon bei den anschmiegsamen Ledersesseln des schnörkellos-unauffällig gezeichneten Viertürers, die bereits beim ersten Reinsetzen gefallen. Die Innenarchitektur haben die Franzosen im Einklang mit der Außenhaut kreiert: schlicht und funktional. Man hätte sich vielleicht ein bisschen mehr Ordnung bei den Tasten gewünscht, dennoch gibt der Safrane in Sachen Bedienung kein schlechtes Bild ab – nach ein wenig Eingewöhnung sitzen die Griffe für alltägliche Dinge wie Klimabetätigung, Scheibenwischer und Radio. Es gibt ja trotz des durchaus noblen Segments viel weniger zu bedienen als bei den zwanzig Jahre später gebauten Klassenvertretern – Features wie Navigationssystem oder die Steuerung der ganzen Assistenten fehlen und müssen auch nicht in ein umständliches Menü gestopft werden.

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