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Motorsport Engineering Renault stellt elektrische Rennwagenstudie vor

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Basierend auf dem Kleinwagen Zoe hat Renault eine elektrische Rennwagenstudie mit über 460 PS vorgestellt. Mit ihr will der Hersteller Kompetenz in der Elektromobilität demonstrieren.

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Die Rennwagenstudie Zoe E-Sport Concept besitzt zwei Elektromotoren, eine Karosserie aus Kohlefaser und eine Rahmenkonstruktion der Rennfahrzeuge für Eis- und Bergrennen.
Die Rennwagenstudie Zoe E-Sport Concept besitzt zwei Elektromotoren, eine Karosserie aus Kohlefaser und eine Rahmenkonstruktion der Rennfahrzeuge für Eis- und Bergrennen.
(Bild: Renault)

Die Werte sind beeindruckend: 340 Kilowatt oder auch 462 PS, der Spurt von null auf 100 in 3,2 Sekunden, ein mit Kevlar-Elementen verstärktes Rohrrahmen-Chassis aus Stahl und eine limitierte Höchstgeschwindigkeit von 210 Kilometern in der Stunde. Es geht nicht um einen neuen Supersportwagen mit Verbrennungsmotor, sondern um einen Kleinwagen und noch dazu mit Elektroantrieb. Renault hat auf dem Autosalon in Genf seine Kreation vom Technologietransfer aus dem Motorsport vorgestellt.

Zwei E-Motoren an Front und Heck

Die Rennwagenstudie Zoe E-Sport Concept besitzt zwei Elektromotoren, eine Karosserie aus Kohlefaser und eine Rahmenkonstruktion der Rennfahrzeuge für Eis- und Bergrennen. Mit einem Leergewicht von nur 1.400 Kilogramm inklusive einem 450 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batteriepack orientiert sich die Studie am Gesamtgewicht heutiger Rennfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Neben dem konsequenten Leichtbau im Chassis und der Karosserie sorgen zwei Elektromotoren in Front und Heck des Fahrzeugs für eine explosive Kraftentfaltung. Mit 340 kW/462 PS und einem Drehmoment von 640 Newtonmetern beschleunigen sie den Elektro-Zwerg in nur 3,2 Sekunden aus dem Stand auf die 100-Kilometer-Marke. Die Höchstgeschwindigkeit begrenzt Renault elektronisch auf 210 Kilometer pro Stunde.

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Technik aus dem Motorsport

Die Technik entstand in Zusammenarbeit mit der hauseigenen Sportabteilung und dem Formel E-Team „e.dams“. Als Stromspeicher dienen zwei Batterien mit einer Kapazität von 40 kWh. Vom Innenraum aus kann der Fahrer die Energieabgabe der Akkus bedarfsgerecht regulieren und die Leistungsentfaltung der beiden E-Motoren steuern. In der elektrischen Formel-Rennserie sorgt die Technik für erhöhte Spannung, kann der Fahrer seine Leistung über die Runde doch limitiert regeln. Und auch im Zoe E-Sport Concept soll der Fahrer entscheiden können, ob er auf die volle Leistung zugreifen will, oder lieber sparsam an der Reichweite knausert.

Und auch beim Fahrwerk hat die Rennabteilung Hand angelegt. Die Division Renault Sport Cars entwickelte den Allradantrieb sowie die Radaufhängung an doppelten Dreieckslenkern vorne und hinten. Die vierfach verstellbaren Stoßdämpfer kommen vom schwedischen Fahrwerkshersteller Öhlins. Der kurze Renner erhielt zudem eine breitere Spur, einen tiefergelegten Aufbau, großformatige 20-Zoll-Aluminiumräder und profillose Slick-Reifen im Format 245/35.

Ob der Zoe E-Sport jemals gebaut wird ist zurzeit fraglich. Es zeigt aber, dass nicht nur der Elektro-Pionier Tesla schnelle Elektrofahrzeuge bauen kann, die mehr auf Fahrspaß statt Reichweite zielen.

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