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Dürr Restrukturierung gelungen

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Die Dürr AG hat Ende 2005 den Konzernumbau mit der Konzentration auf sein Kerngeschäft mit der Automobilindustrie nach eigenen Angaben abgeschlossen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Dürr AG hat Ende 2005 den Konzernumbau mit der Konzentration auf sein Kerngeschäft mit der Automobilindustrie nach eigenen Angaben abgeschlossen. Nach vorläufigen Zahlen (IFRS) erzielte der Anlagenbauer im vergangenen Jahr ein positives Konzernergebnis nach Steuern von 4,3 Millionen Euro (Vorjahr: 4,7 Millionen Euro).

Dabei stünden hohen Erträgen aus Firmenverkäufen (116 Millionen Euro) Einmalaufwendungen (74 Millionen Euro; davon Restrukturierung 46 Millionen Euro) aus dem Konzernprogramm "Focus" gegenüber, teilte das Unternehmen am Donnerstag, 02.03., mit.

Ergebnisbelastend hätten sich auch die hohen Zinsaufwendungen ausgewirkt. Das operative Ergebnis (EBIT vor Einmaleffekten) verringerte sich um 32,3 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragseingang sei im Anlagengeschäft (Lackier- und Montageanlagen), aber auch bei Reinigungsmaschinen im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf 1,217 Millionen Euro zurückgegangen, so Dürr weiter.

Im Maschinen- und Systemgeschäft (u.a. Lackierroboter, Applikations- und Auswuchttechnik) und in der Umwelttechnik dagegen sei die Nachfrage gestiegen. Vor allem auslaufende Großaufträge in Nordamerika hätten die gesamten Umsatzerlöse der fortgeführten Aktivitäten um 326 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro gedrückt. Positiv hingegen ist die Mitteilung, dass die finanzielle Restrukturierung Ende 2005 abgeschlossen worden sei.

Die liquiden Mittel betrugen den Angaben zufolge 124 Millionen Euro (31.12.2004: 46,4 Millionen Euro). Die Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie sei zum 31.12.2005 vollständig zurückgefahren worden. Dürr senkte demzufolge die Nettofinanzverschuldung auf 85 Millionen Euro (30.9.2005: 312,2 Millionen Euro).

Die Finanzrelationen habe sich zum Jahresende 2005 auch aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung deutlich verbessert, die Eigenkapitalquote betrage 20,9 Prozent nach 15,5 Prozent zum 31.12.2004. "Wir erwarten für 2006 eine steigende Nachfrage im Service- und Modernisierungsgeschäft", sagte Ralf Dieter, der Vorstandsvorsitzende der Dürr AG, "wobei wir feststellen können, dass die Projektanfragen zugenommen haben". Insgesamt erwartet das Unternehmen einen wenig veränderten Umsatz.

Das operative Ergebnis soll sich hingegen deutlich verbessern. Der komplette Jahresabschluss 2005 wird am 30. März vorgestellt.