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Eybl Restrukturierungskonzept

| Redakteur: Thomas Weber

Der Hersteller von Interieurteilen für den automobilen Innenraum hat seine vorläufigen Bilanzzahlen bekanntgegeben und weist einen Jahresfehlbetrag von 46 Millionen Euro aus.

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Operative Probleme an den Produktionsstandorten in Rumänien und Ungarn, mangelnde Produktivität, die negativen Einflüsse in Folge eines Liquiditätsengpasses Anfang 2008 sowie durchzuführende Wertberichtungen sind die genannten Ursachen für den Jahresverlust von 45,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2007/08 der Eybl International AG. Dies gab das Unternehmen mit Sitz im österreichischen Krems in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt. Das Management arbeite seit Februar 2008 unter der Führung des neu bestellten CEO Otto Zwanzigleitner gemeinsam mit den Beratern von Roland Berger an einem Restrukturierungskonzept, um Eybl International wieder in den Kreis der erfolgreichen europäischen Automobilzulieferer zurückzuführen, heißt es weiter.

Rundumerneuerung

Der Eybl-Konzern wird laut Aussage von Zwanzigleitner rundum erneuert, wobei Produktivität und die internen Qualitätsanforderungen signifikant gesteigert werden sollen, und so eine neue Vertriebsoffensive starten zu können.

Zwanzigleitner setzt zusätzlich auf den nicht automobilen Geschäftsbereich, um eine Diversifizierung herbeizuführen. Insbesonders im Bereich der Luftfahrtindustrie seien nennenswerte und margenträchtige Aufträge erzielt worden.

Einhergehend mit der operativen Sanierung haben der Hauptaktionär, die Fries-Familien-Privatstiftung gemeinsam mit den Banken ein umfassendes Entschuldungsprogramm verabschiedet mit dem Ziel, anlässlich der bevorstehenden Hauptversammlung im Zusammenhang mit einer Kapitalherabsetzung eine Kapitalerhöhung durchzuführen, die dem Eybl-Konzern frische Liquidität in Höhe von 32,4 Millionen Euro. zuführen soll. Mit der Liquidität aus der Kapitalerhöhung, dem Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens in Höhe von 20 Millionen Euro und durch Forderungsverzichte von Anleihe- und Bankgläubiger würden die Verbindlichkeiten des Konzerns um 75,8 Millionen Euro reduziert.

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