E-Mobilität Rheinmetall gründet Joint Venture mit US-Start-up

Von Jens Rehberg

Der Düsseldorfer Automobilzulieferer investiert in leistungsfähige Kondensatoren. Partner ist künftig das Start-up Polycharge.

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Düsseldorfer Konzernzentrale
Düsseldorfer Konzernzentrale
(Bild: 14.5.19 - Aktion Rheinmetall - Waffenexporte töten / Die Linke Nordrhein-Westfalen / CC BY-SA 2.0)

Rheinmetall gründet gemeinsam mit Polycharge America ein Joint Venture zur Entwicklung, Produktion und Vermarktung von DC-Link-Kondensatoren. Laut einer Pressemitteilung des Konzerns vom Dienstag (11. Januar) will Rheinmetall damit in den stark wachsenden E-Mobilitätsmärkten stärker präsent sein.

In Kooperation mit Polycharge sichert sich das Rheinmetall-Joint-Venture das exklusive Recht an der Produktion und Vermarktung der speziellen Produkte in Europa.

Hohe Energiedichte und temperaturbeständig

„Die hochmoderne Nano-Lam-Technologie ermöglicht es uns, Kondensatoren anzubieten, die wesentlich kleiner und leichter sind und bei höheren Temperaturen arbeiten können als herkömmliche Produkte aus diesem Bereich“, wird der CEO der Rheinmetall-Sparte Sensors and Actuators in der Mitteilung zitiert.

Die Nano-Lam-Technologie ist ein proprietäres Verfahren zur Herstellung von Kondensatoren mit hoher Energiedichte und Hochtemperatur-Handhabungsfähigkeiten. Entsprechende Kondensatoren verwenden Submikrometer-dünne, dielektrische Polymerschichten, die inline mit dem Metallelektroden-Abscheidungsprozess gebildet werden. Das Ergebnis ist ein selbsttragender, großflächiger Kondensatorverbund, der in einzelne selbstheilende Kondensatoren unterteilt ist. All dies geschieht in einer Maschine, wodurch extrudierte Folien, Folienmetallisierung und Kondensatorwicklung überflüssig werden.

Rheinmetall beteiligt sich an Polycharge

Rheinmetall hält an der neu gegründeten Rheinmetall Polycharge GmbH 75 Prozent der Anteile. Um die enge Zusammenarbeit mit Polycharge zu untermauern, hat Rheinmetall gleichzeitig 13 Prozent der Anteile der in Tucson (Arizona) ansässigen US-Gesellschaft gekauft. Über die Höhe der Investition schweigen sich die beiden Partner aus.

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