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Studie Risiken von Produktpiraterie

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Forschungsbericht „Piraterierisiken: State-of-the-Art und eine Systematik zur Identifizierung“ kann als IPRI-Research-Paper auf der Webseite des Instituts bezogen werden.

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Darin wird der aktuelle Stand der Literatur zum Themenfeld der Produktpiraterie aufgezeigt und eine Systematik zur Identifizierung von Produktpiraterierisiken vorgestellt. Das Research Paper richtet sich an Wissenschaftler und Praktiker in den Bereichen F&E, Konstruktion, Controlling und Unternehmensführung.

Produktpiraterie gewinnt für produzierende Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Von einfachsten Ersatzteilen bis zu ganzen Maschinen, von Markennamen bis hin zu ganzen Unternehmenskonzepten wird kopiert, was nicht nur zum Wegbrechen von Absatzmöglichkeiten, sondern zu einschneidenden finanziellen sowie Imageschäden führt.

Derzeit führen das Institut für Produktentwicklung in Karlsruhe (IPEK) und das International Performance Research Institute in Stuttgart (IPRI) in Zusammenarbeit mit vier mittelständischen Unternehmen ein vom BMBF gefördertes Forschungsprojekt zur Erfassung und Bewertung von Produktpiraterierisiken und zur Erarbeitung von technischen Lösungen zum Schutz gegen Produktpiraterie durch.

Die Frage, wie Unternehmen auch selbständig ihre aktuelle „Gefährdungssituation“ durch Produktpiraterie analysieren können und somit schon erste Ideen für den Know-how- und Produktschutz entwickeln können, wurde im Rahmen der Situationsanalyse bei den Projektpartnern vor Ort getestet.

Wie eine solche Situationsanalyse ausgewertet werden kann, wird in einem sog. Piraterieprofil verdeutlicht. Dieses Piraterieprofil hat die Aufgabe, zunächst die IST-Situation zum Gefährdungspotenzial zu veranschaulichen, zweitens Ziele für das weitere Vorgehen gegen Produktpiraterie zu fixieren und schließlich als Entscheidungsgrundlage bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu dienen.

Im IPRI-Research-Paper Nr. 18 werden Voraussetzungen für die „Kopierfähigkeit“ von Produkten und unterschiedliche Vorgehensweisen der Nachahmer beschrieben, zudem gibt es dem interessierten Leser jeweils einen umfangreichen Risiko-, Folgen- und Maßnahmen-Katalog an die Hand.

Für interessierte Unternehmen besteht zudem die Möglichkeit, sich an dem Industriearbeitskreis und den Diskussionen im Forum der Xing-Gruppe „Prävention von Produktpiraterie“ zu beteiligen. Nähere Informationen sind auf www.kopira.de, www.ipri-institute.com sowie www.xing.com/net/produktpiraterie verfügbar.

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