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IZB 2014 Röchling Automotive zeigt thermodynamische Lösungen

| Redakteur: Jens Scheiner

Auf der Internationalen Zuliefererbörse (IZB) in Wolfsburg stellt Röchling Automotive seine Systemkompetenz auf dem Gebiet der Thermodynamik vor.

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Röchling Automotives Thermodynamikkonzept kombiniert Motorkapselung und Luftklappensystem.
Röchling Automotives Thermodynamikkonzept kombiniert Motorkapselung und Luftklappensystem.
(Foto: Röchling Automotive)

Zahlreiche Automobilhersteller gehen neben dem Downsizing der Motoren neue Wege, um den Flottenverbrauch ihrer Fahrzeuge zu minimieren. Ein sinnvolles und nachhaltiges Konzept beinhaltet ein intelligentes Thermomanagement und speziell dieser Ansatz rückt verstärkt ins Visier der OEM.

Bestens verpackt

Viele zur Motorperipherie gehörige Komponenten wie Wasserpumpen und Turbolader können prinzipbedingt nicht isoliert werden und wirken bei abgeschaltetem Motor wie eine Kältebrücke. Das Unternehmen verfolgt daher den Ansatz einer motorfernen Kapselung. So sei es möglich, bei weitgehender Schließung von offenen Stellen nahezu die komplette Peripherie des Motors wirkungsvoll zu isolieren, was zu einer niedrigeren Abkühlgeschwindigkeit führe. Einen wesentlichen Bestandteil dieses Konzeptes bilden aktive Luftklappensteuerungen, die zudem die Aerodynamik verbessern.

„Um einen höheren Schließungsgrad und größtmögliche Effizienz zu erzielen, wird die Luftklappe zum entscheidenden Bauteil der Motorkapselung, da sie eine zunehmende Abdichtung der Fahrzeugfront ermöglicht“, erläutert Ludwig Huber, General Manager Innovation and Business Development, Röchling Automotive. Wie das Unternehmen mitteilte ergaben Messungen Einsparpotenziale hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen von 2 bis 3 Prozent. In der Folge nehme die Kaltstart-Situationen im Alltag ab, der Motor könne energieeffizienter arbeiten und produziere weniger Emissionen dank eines geringeren Kraftstoffverbrauchs.

Leicht und formstabil

Zur thermoakustischen Kapselung kommt die neuste Generation von faserverstärkten Thermoplasten zum Einsatz. Das aktuell bis zu 15 mm starke Low Weight Reinforced Thermoplastics (LWRT)-Material biete aufgrund seiner Sandwichstruktur einen hohen thermischen und akustischen Isolationseffekt, ist dabei leicht und sehr stabil. Aufgrund einer dünnen Oberflächenbeschichtung mit Aluminium kann das LWRT-Bauteil keine brennbaren Flüssigkeiten aufnehmen, wodurch sich ein Einsatz unterhalb des Antriebsstrangs anbietet.

Frische Brise

Bestmöglichen thermischen und energetischen Wirkungsgrad erzielt die Motorkapselung in Verbindung mit bedarfsgerecht steuerbaren Luftklappen, die in geöffnetem Zustand eine hohe Kühlleistung durch maximalen Luftdurchsatz ermöglichen. Sind sie geschlossen, reduziere sie die Aufwärmzeit der Aggregate bis zur Betriebstemperatur um bis zu 30 Prozent. Die Technologie ist laut Röchling sowohl im Stadtverkehr als auch bei Kurz- und Langstrecken besonders effektiv.

Röchling Automotive auf der IZB: Halle 6, Stand 6208

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