China Market Insider Rohmaterialpreise setzen Zulieferer und OEM in China unter Druck

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Sven Prawitz

Steigende Rohmaterialpreise machen der chinesischen Autoindustrie zu schaffen – besonders den Zulieferern. Anders als in Deutschland teilen viele chinesische OEM das Risiko plötzlicher Preisanstiege nicht.

Schmelzofen für Stahl.
Schmelzofen für Stahl.
(Bild: Stahl-Zentrum/Georgsmarienhütte)

Die stark steigenden Rohmaterialpreise sorgen für Spannungen in der Branche. Kleinere Zulieferer kämpfen bereits um ihr Überleben. Von Januar bis Mitte Juni dieses Jahres seien die Preise für Stahl um 65 Prozent, die für Kupfer um 62 Prozent und für Aluminium um rund 40 Prozent gestiegen, sagte ein Vorstandsmitglied der „Zhejiang VIE Science & Technology Co. Ltd.“ einem Reporter der chinesischen Autozeitung Zhongguo Qichebao. Die Firma ist ein führender Produzent von Autoteilen in China.

Wir können die Produktion reduzieren oder mit Verlust produzieren.

Die Preisfluktuationen seien „unerwartet“ gewesen und stellten eine „Herausforderung für die Produktion und den Betrieb des Unternehmens“ dar, sagte der VIE-Manager namens Li Jianlin. Sinkende Profite seien die unvermeidliche Folge. Der Zulieferer hat der Autozeitung zufolge „Verhandlungen mit seinen Kunden“ begonnen, in der Hoffnung, einen Teil der unerwarteten Kosten an die OEM weitergeben zu können.