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Mann + Hummel Rolle vorwärts, Rolle rückwärts

| Redakteur: Markus Lauer

Mit neuem Prinzip zur Druckregelung bei Kurbelgehäuseentlüftungen (KGE) lässt sich die Öffnung eines Ventils stufenlos verändern.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mann + Hummel hat ein neues Prinzip zur Druckregelung bei Kurbelgehäuseentlüftungen (KGE) entwickelt, bei dem sich die Öffnung eines Ventils stufenlos verändern lässt. Dreh- und Angelpunkt des Ventils "Flatlinevalve" ist ein flexibles Regelelement, das an der Oberseite an einer Membran befestigt ist und an der Unterseite über der Ventilöffnung (Dichtsitz) liegt. Ändert sich der Druck, rollt es über der Öffnung ab und vergrößert bzw. verkleinert so den Querschnitt der Öffnung stufenlos. Es macht sozusagen über der Öffnung abwechselnd eine Rolle vorwärts und eine Rolle rückwärts. Im Kurbelgehäuse herrscht dadurch ein Druck auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau.

Die Kurbelgehäuseentlüftung eines Motors ist ein geschlossenes System, das mit dem Ansaugtrakt verbunden ist. Ohne Druckregelung würde der im Saugrohr entstehende Unterdruck über den Ölabscheider an das Kurbelgehäuse weitergegeben. Bei Drücken von bis zu 0,8 bar könnten Motordichtungen beschädigt, Schmutz ins Motorinnere transportiert und der Motorenverschleiß beschleunigt werden. Eine Druckregelung ist deshalb unverzichtbar. Gegenwärtig werden dafür ein- oder zweistufige Ventile verwendet.