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Wirtschaft Rote Zahlen bei Schuler – Verhandlungen über Stellenabbau in Erfurt

| Autor / Redakteur: dpa / Lena Bromberger

Der Anbieter von Technologie in der Umformtechnik hat starke Einbußen beim Ergebnis hinzunehmen. Schuler verhandelt nun über den Abbau von Jobs im Erfurter Werk.

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Rote Zahlen beim Pressenhersteller Schuler.
Rote Zahlen beim Pressenhersteller Schuler.
(Bild: Schuler )

Die Folgen des Strukturwandels in der weltweiten Automobilindustrie und hohe Zukunftsinvestitionen haben beim Pressenhersteller Schuler zu starken Einbußen geführt. Derzeit laufen Verhandlungen zu einem Stellenabbau im Erfurter Werk. Demnach könnten über einen Zeitraum von drei Jahren Stellen im mittleren zweistelligen Zahlenbereich abgebaut werden, wie der stellvertretende Pressesprecher Simon Scherrenbacher auf Anfrage am Mittwoch (4. März) mitteilte. Aktuell sind in dem Werk mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Schuler-Konzernergebnis: Starke Einbußen

Zuvor hatte das Unternehmen an seinen Konzernhauptsitz im baden-württembergischen Göppingen seine Jahreszahlen vorgelegt. Demnach sank das Konzernergebnis 2019 von plus 13,5 Millionen auf minus 121,9 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) betrug das Minus 75,5 Millionen Euro (gegenüber einem Gewinn von 45,3 Millionen Euro im Jahr 2018).

Der Anbieter von Technologien in der Umformtechnik – maßgeblich für die Produktion von Karosserien und Zulieferteilen - verwies auf die 2019 in Angriff genommene Neuausrichtung des Konzerns. Dies habe hohe Einmal-Belastungen verursacht. Der Umsatz sank von 1,212 auf 1,136 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging von 1,255 auf 1,092 Milliarden Euro zurück. Damit soll Schuler eigenen Angaben zufolge „deutlich besser“ abschneiden, als die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie insgesamt.

Rückgang der Beschäftigtenzahl

Die Zahl der Beschäftigten ging konzernweit auf 6.276 (6.574 im Vorjahr) zurück, in Deutschland auf 3.962 (4.195). Finanzchef Thomas Kamphausen sagte, mit spürbaren Kostenentlastungen werde ab 2021 gerechnet. Mögliche Folgen des Coronavirus für Umsatz und Ergebnis ließen sich derzeit noch nicht abschätzen. Schuler gehört seit 2013 zur österreichischen Maschinenbau-Gruppe Andritz

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