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OEM Rückruf in Nordamerika von Nissan und Ford

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm, Andree Stachowski

Ford ruft fast 240.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen sind Sicherheitsgurte und Türverriegelungen. Nissan muss sogar noch deutlich mehr Autos zurückrufen.

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Nissan hat in Nordamerika einen Massenrückruf des Rogue gestartet.
Nissan hat in Nordamerika einen Massenrückruf des Rogue gestartet.
(Foto: Nissan)

Die Rückrufwelle in Nordamerika ebbt auch im Jahr 2015 zunächst nicht ab. Die beiden Automobilhersteller Nissan und Ford rufen derzeit rund 860.000 Fahrzeuge wegen Sicherheitsbedenken in die Werkstätten. Personenschäden sind im Zusammenhang mit den Aktionen bisher allerdings nicht bekannt geworden.

Allein der japanische Hersteller muss laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA rund 640.000 Pkw überprüfen. Betroffen sind verschiedene Jahrgänge des Modells Nissan Pathfinder, des Infiniti QX60 und des Infiniti JX35. An diesen rund 170.000 Fahrzeugen besteht die Gefahr, dass die Motorhaube nicht richtig verriegelt, wodurch sie sich während der Fahrt öffnen könne. In Europa ausgelieferte Modelle sind von dem Fehler laut einer Sprecherin von Nissan Center Europe nicht betroffen.

Wesentlich größer fällt der Rückruf des Nissan Rogue aus. Das Qashqai-ähnliche Modell wird in Europa allerdings nicht vertrieben. Betroffen von dem Rückruf sind gut 470.000 Modelle der Modelljahre 2008 bis 2013. Diesen Fahrzeugen droht ein Kurzschluss im Kabelbaum, da die Unterseite der Fahrertür undicht ist. Dadurch könne speziell im Winter ein Wasser-Streusalz-Gemisch eindringen, in den Innenraumboden einsickern und die Kabel angreifen.

Zudem beordert Ford in Nordamerika 221.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Die meisten Rückrufe betreffen laut einer Mitteilung vom Mittwoch ein potenzielles Problem mit den Türgriffen, durch das es bei Unfällen mit Seitenaufprall zu einer Entriegelung kommen könne, die das Verletzungsrisiko erhöhe. Betroffen seien bestimmte Ford Taurus und Lincoln sowie Polizeiwagen der Modelljahre 2010 bis 2013.

Bei 16.100 Ford Transit von 2014 gebe es möglicherweise einen Defekt an den Sicherheitsgurten. Das Unternehmen wisse bislang von keinen Unfällen im Zusammenhang mit den Mängeln.

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