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Russland Russischer Automarkt bremst Abwärtstrend

Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Die Lage des Autovertriebs in Russland bleibt weiterhin schwierig. Zwei Sondereffekte haben den Absatzrückgang zuletzt allerdings etwas abgefedert.

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Der russische Automarkt hat sich im Oktober leicht stabilisiert.
Der russische Automarkt hat sich im Oktober leicht stabilisiert.
(Foto: VBM Archiv)

Der seit Monaten angeschlagene russische Automarkt hat seinen Abwärtstrend im Oktober leicht gebremst. Der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (LCV) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,9 Prozent, wie die Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB) am Mittwoch (12.11.14) in Moskau mitteilte. In den Vormonaten hatte der Rückgang teilweise rund 20 Prozent betragen.

Im Oktober wurden damit noch 211.365 Neufahrzeuge verkauft, gut 23.000 weniger als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn ist der Absatz den Angaben zufolge im Vergleich zum selben Zeitraum 2013 um 12,7 Prozent gefallen. Insgesamt wurden 1,99 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Zwei Gründe sieht die AEB für die leichte Verbesserung der Absatzlage. Einerseits habe die im September eingeführte Abwrackprämie für heimische Modelle zur Stabilisierung beigetragen. Andererseits habe der Verfall des Rubel-Kurses für eine kurzfristige Erhöhung der Nachfrage nach Importfahrzeugen gesorgt. Die leichte Entspannung werde aber nur kurzfristig anhalten, glaubt AEB-Präsident Jörg Schreiber.

Erfolgreichster Hersteller in Russland ist weiterhin Lada. Der Absatz des Herstellers brach allerdings im Jahresverlauf um 16 Prozent auf 322.000 Einheiten ein. Dahinter folgen Renault mit 156.000 Neuwagen (-10 %), Kia (155.000 / -6 %) Hyundai (148.000 / -2 %) und Toyota (128.000 / + 0 %). Größter deutscher Hersteller ist Opel mit 52.000 Einheiten (-22 %).

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