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Continental erwägt ernsthaft, sich aus dem vor zwei Jahren gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit der Moscow Tyre Plant in Russland zurückzuziehen.

( Archiv: Vogel Business Media )

Der Automobilzulieferer Continental erwägt ernsthaft, sich aus dem vor zwei Jahren gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit der Moscow Tyre Plant in Russland zurückzuziehen. Dies würde zu Abschreibungen in niedriger zweistelliger Millionenhöhe führen, sagte Continental-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Nikolin im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Freitag, 08.10.

Continental halte dennoch an seiner Ergebnisprognose für 2004 fest, weil diese Belastung durch andere positive Entwicklungen im Konzern kompensiert werden könne, sagte Nikolin. Beim Aufbau des Gemeinschaftsunternehmen in Moskau, das bis 2006 eine Fertigung für die Produktion von 3,4 Millionen Reifen aufbauen sollte, seien die Kosten aus dem Ruder gelaufen.

Außerdem hinke Conti deutlich hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. "Die Verschiebungen im Zeitplan belasten die Wirtschaftlichkeit des Projekts, mit dem wir eigentlich schon 2005/2006 Geld verdienen wollten. Doch das ist nicht mehr zu schaffen", sagte Nikolin weiter.