Second-Life-Nutzung RWE baut Energiespeicher aus gebrauchten E-Auto-Batterien

Von Sebastian Hofmann

Der Energieversorger RWE hat in Nordrhein-Westfalen einen Energiespeicher in Betrieb genommen – er besteht aus ausgemusterte Batterien aus Elektroautos.

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Arbeiter installieren den neuen Energiespeicher auf Basis ausgemusterter E-Auto-Akkus im nordrhein-westfälischen Herdecke.
Arbeiter installieren den neuen Energiespeicher auf Basis ausgemusterter E-Auto-Akkus im nordrhein-westfälischen Herdecke.
(Bild: RWE Generation SE)

Im Rahmen eines Pilotprojekts hat RWE auf dem Gelände seines Pumpspeicherkraftwerks in Herdecke einen neuen Energiespeicher konstruiert. Er besteht aus 60 gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien und kann rund 4,5 Megawattstunden Strom zwischenspeichern. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemeldung vom 28. Dezember mit.

Der Vorteil eines solchen Energiespeichers: Sogenannte Second-Life-Batterien sind nachhaltiger und günstiger als neue Speicherzellen. Die für das Projekt bereitgestellten Module stammen aus Audi-Entwicklungsfahrzeugen der Serie „E-Tron“. Selbst nach ihrem ersten Leben im Auto besitzen diese noch eine Restkapazität von mehr als 80 Prozent, so die Verantwortlichen – je nach Einsatzweise entspricht das einer Restlebensdauer von bis zu zehn Jahren.

Start für Anfang 2022 geplant

Für die 60 rund 700 kg schweren Batterien hat RWE eine 160 Quadratmeter große Leichtbauhalle errichten lassen. Die Installation der Batteriesysteme im Inneren wurde im Oktober abgeschlossen. Die Inbetriebnahme einzelner Komponenten lief im November an. Voraussichtlich innerhalb der nächsten Wochen will der Stromanbieter die Speicherkapazität seines Second-Life-Speichers vermarkten – zunächst um das Stromnetz im Falle von Frequenzabweichungen zu stabilisieren, die sogenannte Frequenzhaltung.

Die Erkenntnisse aus dem Referenzprojekt in Herdecke will RWE zudem bei der Entwicklung künftiger, größerer Speicher auf Basis von E-Auto-Akkus nutzen.

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