Automobilzulieferer Schaeffler baut Zentrallabor in Herzogenaurach

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

80 Millionen Euro, 15.000 Quadratmeter, 15 Labore: Schaeffler baut in Herzogenaurach ein neues Gebäude für die Forschung.

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So soll das neue Zentrallabor am Firmensitz in Herzogenaurach aussehen.
So soll das neue Zentrallabor am Firmensitz in Herzogenaurach aussehen.
(Bild: Schaeffler)

Der fränkische Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler baut für 80 Millionen Euro ein neues Zentrallabor am Firmensitz in Herzogenaurach. Das neue Laborgebäude soll rund 400 Mitarbeitern Platz bieten und bis 2023 fertiggestellt sein, sagte Firmenchef Klaus Rosenfeld am Montag (22. Februar). Die Gesamtfläche soll rund 15.000 Quadratmeter betragen und 15 Labore beinhalten.

„Wenn man Material verarbeitet, muss man sehr gut verstehen, wie es funktioniert“, sagte Rosenfeld der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen Metalle mit höchster Präzision verformen. Dazu brauchen wir Messtechnik auf höchstem Niveau. Das ist eine der Säulen dieses Labors.“

In dem neuen Zentrallabor sollen unter anderem die Themen Nachhaltigkeit und E-Mobilität vorangetrieben werden. In E-Motoren seien Komponenten verbaut, die sehr genaue Messtechnik erfordere. „E-Motoren sind auch nichts anderes als feinmechanische Komponenten – ganz dünne Metallschichten, x-fach übereinandergestapelt“, sagte Schaeffler-Produktionsvorstand Andreas Schick. „Zum Beispiel in Brennstoffzellen geht es um Genauigkeiten von fünf Tausendstel Millimetern – das muss man messen und herstellen können“, betonte er.

Investition ist Teil des Reformprogramms

Die Investition ist einer der Bausteine eines Reformprogramms bei Schaeffler, das die Schließung mehrerer Standorte und den Abbau von rund 4.400 der weltweit insgesamt rund 90.000 Beschäftigten vor allem in Deutschland vorsieht. Die Gespräche mit der Arbeitnehmerseite verliefen konstruktiv, sagte Rosenfeld. Sie seien aber noch nicht abgeschlossen. Die Gewerkschaft IG Metall hatte Widerstand gegen die Schaeffler-Pläne angekündigt und versucht zu verhindern, dass einzelne Standorte geschlossen werden.

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