Automobilzulieferer Schaeffler schließt Werk in Wuppertal

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Schaeffler macht sein Werk in Wuppertal dicht. Bis Ende 2022 will der fränkische Zulieferer deutschlandweit rund 4.400 Arbeitsplätze abbauen.

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Der Schaeffler-Hauptsitz im fränkischen Herzogenaurach.
Der Schaeffler-Hauptsitz im fränkischen Herzogenaurach.
(Bild: Schaeffler)

Der Automobilzulieferer Schaeffler schließt sein Werk in Wuppertal. Betroffen sind rund 670 Arbeitsplätze, wie das Unternehmen am Montag (15. März) in Herzogenaurach mitteilte. Es sei keine tragfähige Lösung für den Erhalt des Standortes gefunden worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Aktuell produziert Schaeffler in Wuppertal noch Wälzlager für Industrieanwendungen. Zuvor hatte der Westdeutsche Rundfunk darüber berichtet.

Die Schließung des Standortes Wuppertal ist Bestandteil eines größeren Pakets von Strukturmaßnahmen. Insgesamt will Schaeffler in Deutschland sogar rund 4.400 Stellen abbauen, wie das Unternehmen bereits im vergangenen Herbst ankündigte. Der Stellenabbau soll zum größten Teil bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Verhandlungen mit dem Betriebsrat

Schaeffler werde nun zügig mit dem Betriebsrat in Wuppertal die Verhandlungen zu einem Interessenausgleich zur sozialverträglichen Umsetzung aufnehmen, um möglichst schnell Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen, kündigte der Unternehmenssprecher an. Den von der Schließung betroffenen Beschäftigten sollen – soweit möglich – Stellen an anderen Standorten angeboten werden. Außerdem sei geplant, eine kleinere Einheit für Service- und Vertriebsaktivitäten in Wuppertal aufrechtzuerhalten.

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