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Wirtschaft Schaeffler steigert Konzernergebnis

| Autor / Redakteur: Ampnet / Thomas Günnel

Der Zulieferer Schaeffler hat heute (8. März) die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgestellt. Vor allem die Sparte Automotive verhilft zu deutlichem Wachstum.

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Schaeffler hat die Geschäftszahlen des Geschäftsjahres 2016 vorgestellt.
Schaeffler hat die Geschäftszahlen des Geschäftsjahres 2016 vorgestellt.
(Foto: Schaeffler)

Schaeffler hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf 13,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,2 Milliarden Euro) gesteigert. Dies entspricht einem Wachstum auf währungsbereinigter Basis von 3,4 Prozent. Haupttreiber für die positive Geschäftsentwicklung war die Sparte Automotive, die im Vergleich zum Vorjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von sechs Prozent erwirtschaftete. Damit übertraf das Automotive-Geschäft erneut das Wachstum der weltweiten Produktionsstückzahlen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (+4,8 Prozent), teilte das Unternehmen auf einer Bilanzpressekonferenz am 8. März mit.

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern (EBIT) vor Sondereffekten lag bei 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,676 Mrd. Euro). Sondereffekte in Höhe von 144 Millionen Euro umfassten vor allem Rückstellungen für Restrukturierungen und Rechtsfälle. Aufgrund von gesunkenen Zinsaufwendungen verbesserte sich das Finanzergebnis um 206 Millionen Euro auf minus 341 Millionen Euro. Das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis stieg um 45 Prozent auf 859 Millionen Euro, was vor allem auf das verbesserte Finanzergebnis zurückzuführen ist.

Geringere Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung sank im Laufe des Jahres um rund 2,3 Milliarden Euro. Sie betrug zum 31. Dezember 2016 2,636 Milliarden Euro. Der Free Cash Flow erhöhte sich auf 735 Millionen Euro, damit hat er sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Aus regionaler Sicht trug vor allem die starke Nachfrage in der Region Greater China zum Wachstum bei. Sehr erfolgreich entwickelte sich zudem das Aftermarket-Geschäft, das währungsbereinigt um 10,8 Prozent zulegte. Das Industrie-Geschäft entwickelte sich in einem schwierigen Marktumfeld hingegen rückläufig. Der Umsatz sank um währungsbereinigte 4,8 Prozent. Während in den Sektoren Wind, Two Wheelers und Aerospace die Umsätze stiegen, wirkte sich die geringe Nachfrage vor allem in den Sektoren Raw Materials und Rail negativ auf das Geschäft aus.

Die Schaeffler-Gruppe erhöhte ihre Investitionsauszahlungen um 121 Millionen Euro auf 1.146 Millionen Euro. Die Investitionsquote, also die Investitionsauszahlungen im Verhältnis zum Konzernumsatz, lag demnach bei 8,6 Prozent (Vorjahr: 7,8 Prozent). Die Investitionen wurden hauptsächlich in den Regionen Europa (657 Millionen Euro) und Greater China (234 Millionen Euro) getätigt und betrafen vor allem Kapazitätserweiterungen und Anlagen für Produktanläufe.

Mehr Wachstum im Jahr 2017 geplant

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet die Schaeffler-Gruppe mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum in Höhe von vier bis fünf Prozent. Der Konzern erwartet, dass die Sparte Automotive im Jahr 2017 stärker wachsen wird als die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. In der Sparte Industrie wird mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau gerechnet. Auf dieser Basis geht das Unternehmen davon aus, wie in der Vergangenheit eine EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen zwölf und 13 Prozent zu erzielen. Für das Jahr 2017 erwartet die Schaeffler-Gruppe einen Free Cash Flow von rund 600 Millionen Euro.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Anhebung der regulären Dividende von 35 Cent auf 50 Cent je Vorzugsaktie vor. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg von rund 43 Prozent. Die Schaeffler-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit rund 2.500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zum 31. Dezember 2016 betrug die Mitarbeiterzahl 86.662 und lag damit rund drei Prozent höher als 2015. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten um rund 400 auf etwa 31.200.

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