Suchen

Zulieferer Schaeffler stellt Geschäftszahlen für 2016 vor

| Autor / Redakteur: Ampnet / Jens Scheiner

Der Zulieferer Schaeffler hat auf der Hauptversammlung seine Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2016 präsentiert. Daneben stand die Strategie „Mobilität für morgen“ im Mittelpunkt.

Firmen zum Thema

Der Zulieferer Schaeffler hat auf der Hauptversammlung die Geschäftszahlen für 2016 vorgestellt.
Der Zulieferer Schaeffler hat auf der Hauptversammlung die Geschäftszahlen für 2016 vorgestellt.
(Bild: Schaeffler)

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, konnte den anwesenden Aktionären gute Geschäftszahlenzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 präsentieren. Der Umsatz stieg auf währungsbereinigter Basis um 3,4 Prozent auf rund 13,3 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten betrug 12,7 Prozent. Das Konzernergebnis stieg um rund 45 Prozent auf rund 859 Millionen Euro. Ebenso erfolgreich entwickelte sich der Free Cash Flow, der sich auf 735 Millionen Euro verdoppelte. Gleichzeitig stimmten die Aktionäre dem Vorschlag zu, die Dividende von 35 Cent auf 50 Cent pro Vorzugsaktie zu erhöhen. Dies entspricht einem Anstieg von rund 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einer Ausschüttungsquote von rund 34 Prozent bezogen auf das um die Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis (im Vorjahr rund 29 Prozent).

E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung als Zukunftschance

In seinen Ausführungen stellte Rosenfeld die im Geschäftsjahr 2016 verabschiedete Strategie „Mobilität für morgen“ in den Mittelpunkt. Dabei konzentriert sich der Automobil- und Industriezulieferer auf drei zentrale Zukunftsfelder: E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung. Die Zahl der Kundenprojekte und Serienaufträge im Bereich der E-Mobilität nehme stetig zu. Aktuell bearbeitet die Schaeffler-Gruppe mehr als 20 Kundenprojekte, berichtete Kohlenfeld. Dazu gehören sechs Serienaufträge für E-Achsen und Hybridmodule.

Beim Thema Industrie 4.0 erweisen sich laut Unternehmen Wälzlager als ein idealer Ort, um mit Sensoren Daten zu generieren. Schaeffler bietet ein breites Spektrum an branchenspezifischen Lösungen für die Vernetzung von Windkraftanlagen, Werkzeugmaschinen, Schienenfahrzeugen oder Antrieben. Mit dem Aufbau von sogenannten digitalen Zwillingen in der neugeschaffenen Schaeffler Cloud lassen sich Betriebs-, Verschleiß-, Überlast- oder Wartungsszenarien in den Anlagen der Kunden erfassen und bewerten.

Die dritte große Zukunftschance ergibt sich aus der zunehmenden Digitalisierung, die nicht nur Produkte und Services der Kunden betrifft, sondern auch interne Prozesse, Produktionsabläufe und die Produktentwicklung nachhaltig verändert. Eine der Initiativen der Schaeffler-Gruppe ist deshalb die „Digitale Agenda“ mit ihren vier digitalen Geschäftsszenarien „Produkte & Services“, „Maschinen & Prozesse“, „Analysen & Simulation“ sowie „Nutzererlebnis & Kundenwert“. Bereits heute arbeiten mehr als 100 Mitarbeiter in über 25 Projekten an der Implementierung der digitalen Agenda. Bis zum Jahr 2020 sollen mehr als 600 Experten bei dem Zulieferer am Thema Digitalisierung arbeiten.

(ID:44662490)