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Wirtschaft

Schaeffler will in Deutschland weitere 1.300 Stellen streichen

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Der Zulieferer aus Herzogenaurach reagiert auf die schwache Konjunktur in der Autobranche mit einem weiteren Abbau von Arbeitsplätze.

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Der Hauptsitz von Schaeffler in Herzogenaurach.
Der Hauptsitz von Schaeffler in Herzogenaurach.
(Bild: Schaeffler)

Der Automobilzulieferer Schaeffler will in Deutschland weitere 1.300 Arbeitsplätze abbauen. Entsprechende Informationen der „Wirtschaftswoche“ bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch (9. Oktober) auf dpa-Anfrage. Der Abbau sei Teil eines bereits im März beschlossenen Maßnahmenpaketes, mit dem auf den Transformationsprozess in der Automobilbranche sowie auf die Handelsprobleme zwischen China und den USA reagiert werden soll.

Für die 1.300 Stellen solle das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit gelten, betonte die Sprecherin. Das bedeutet, dass Mitarbeiter und Unternehmen mit dem Ausscheiden aus dem Unternehmen und den Konditionen einverstanden sein müssen.

Schaeffler macht die Branchenkrise schwer zu schaffen

Schaeffler leidet erheblich unter den konjunkturellen Probleme der Automobil- und deren Zulieferindustrie. Grundsätzlich herrscht in Herzogenaurach aber Zuversicht, dass die Problemphase überstanden wird, etwa durch Umschichtungen in weniger betroffene Unternehmensteile. Im März hatte der Zulieferer bereits ein Maßnahmenpaket bekanntgegeben, das unter anderem Kurzarbeit in einzelnen Werken und einzelne Schließtage umfasst. Die Schaeffler-Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 90.000 Menschen und setzte 2018 mehr als 14 Milliarden Euro um. In der »Automobil Industrie« Top-100-Liste der hundert größten Automobilzulieferer der Welt liegt Schaeffler auf Platz 23.

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