Suchen

Johnson Controls Schneller zu hochwertigen Sandwichbauteilen

| Redakteur: Thomas Weber

Der Automobilzulieferer treibt das innovative Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren für Innenraumbauteile voran.

Firmen zum Thema

Johnson Controls treibt als Entwicklungspartner des „Dolphin“-Konsortiums (bestehend aus den Unternehmen BASF AG, Engel Austria GmbH, Georg Kaufmann AG und P-Group GmbH) aus der Kunststoffindustrie das innovative Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren für Innenraumbauteile voran. Ziel sei es, in einem Arbeitsgang ein leistungsfähiges Bauteil aus Träger und weicher, geschäumter Oberfläche zu fertigen, teilt das Unternehmen mit.

Dr. Oliver Becker, Director Advanced Manufacturing Engineering bei Johnson Controls: „Das Dolphin-Verfahren hat das Potenzial, Sandwichbauteile wie Mittelkonsolen, Armlehnen oder Handschuhfächer schnell, qualitativ hochwertig und kostengünstig zugleich herzustellen. Gleichzeitig hilft es, die Wettbewerbsfähigkeit auch an Hochlohnstandorten sicherzustellen.“

Zu den wesentlichen Vorteilen des Verfahrens zähle, dass sich die Zahl der notwendigen Prozessschritte im Vergleich zum klassischen, mehrstufigen Vorgehen senken lasse. Gleichzeitig reduziere sich die Zahl der notwendigen Werkzeuge von vier auf 1,5. Der Vorteil: Bei annähernd gleichen Produkteigenschaften seien die Kosten signifikant gesenkt worden. Erste Bauteiltests nach den Spezifikationen einzelner Fahrzeughersteller verliefen sehr vielversprechend, heißt es.

Die Neuentwicklung zielt vor allem auf Fahrzeuge der unteren Segmente ab, in denen aus Kostengründen meist Bauteile mit

unbehandelten (werkzeugblanken) oder lackierten Oberflächen verbaut werden. Dabei könnten Softtouch-Oberflächen auch in diesen Klassen zu einer deutlichen Steigerung der Wertanmutung beitragen.

„Das neue Verfahren ist voraussichtlich für Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2010 verfügbar“, so Johnson Controls. Bereits auf der diesjährigen IAA in Frankfurt präsentierte der Zulieferer eine Armauflage, die mit diesem neuen Verfahren hergestellt worden war.

(ID:231903)