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Fanuc Robotics Schnelles Punktschweißen

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Mit der neuen Mittelklasse-Roboterbaureihe R-1000iA erfüllt Fanuc Robotics nach eigenen Angaben die Vorstellung der Produktionsplaner, auf vorhandener Fläche schneller und produktiver zu fertigen.

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Ein leichter Roboter wie der R-1000iA/80F mit einer Traglast von 80 kg erweitert das Spektrum möglicher Produktionskonzepte, insbesondere wenn es um kürzere Zykluszeiten und bessere Flächennutzung geht. In Europa muss sich diese Traglast-Klasse laut Fanuc allerdings erst noch etablieren. In Japan hingegen sei der Wettbewerb bereits in Gang. Der R-1000iA/80F verfüge dabei mit 2.230 mm über die größte Reichweite vergleichbarer Roboter.

Roboter im Leichtgewicht

Gedacht ist der Roboter für den Betrieb mit so genannten Leichtgewichts-Schweißzangen. Zum Beispiel lässt sich die Masse von Punktschweißzangen durch die Verwendung von Aluminium um mehr als die Hälfte gegenüber konventionellen Zangen senken.

„Das ist die Chance, auch leichtere und schnellere Roboter einzusetzen“, sagt Dr. Michael Klos, Automotive-Experte von Fanuc Robotics. Wo bislang ein Roboter mit 165 Kilogramm Traglast zum Einsatz kommen musste, reiche nun ein R-1000iA mit 80 Kilogramm Traglast.

Als erste mögliche Erweiterung der Baureihe zieht Fanuc Robotics einen Roboter mit 100 kg Traglast in Erwägung, der beim Einsatz einer „Light Weight Servo Gun“ einen 210-kg-Roboter ablösen könnte.

Nummer zwei auf dem deutschen Markt

Im Jahr 2008 hat die Fanuc Robotics Deutschland GmbH erstmals die Marke von 2.000 verkauften Robotern überschritten. „Mit 2.200 Stück sind wir auf dem deutschen Markt die eindeutige Nummer zwei“, sagte Geschäftsführer Gerald Mies jüngst im Rahmen einer Pressekonferenz. Auch für das laufende Jahr hält er trotz Wirtschaftskrise die Grenze von 2.000 Robotern für wieder erreichbar.

Als Wachstumsbranchen nannte Mies die Lebensmittelindustrie und den Energiesektor. Aber auch in der Automobilindustrie gebe es interessante Projekte. So rüstet Fanuc den Rohbau des Audi A1 in Brüssel mit einigen hundert Geräten aus. Und auch der Neubau eines Automobilwerks in Kaluga/Russland soll sich positiv in der Bilanz 2009 niederschlagen.

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