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Visteon Schreibt wieder Gewinne

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Visteon schreibt nach der Rückgabe von 23 unprofitablen Betrieben an die von Ford gebildete Automotive Components Holdings (ACH) schwarze Zahlen.

( Archiv: Vogel Business Media )

Der amerikanische Automobilzulieferer Visteon schreibt nach der Rückgabe von 23 unprofitablen Betrieben an die von Ford gebildete Automotive Components Holdings (ACH) schwarze Zahlen. Dies teilte die in Van Buren Township (Bundesstaat Michigan) ansässige Gesellschaft am Freitag mit.

Visteon verdiente im letzten Quartal 2005 durch einen hohen Sondergewinn von 1,8 Milliarden Dollar im Zuge der Ford-Transaktion 1,3 Milliarden Dollar oder 10,25 Dollar je Aktie. Das Unternehmen hatte im Schlussquartal 2004 einen Verlust von 138 Millionen Dollar oder 1,10 Dollar je Aktie verbucht. Im Gesamtjahr schrieb Visteon Verluste in Höhe von 270 Millionen Dollar oder 2,14 Dollar je Aktie.

2004 lag der Verlust bei 1,5 Milliarden Dollar oder 12,26 Dollar je Aktie. Visteon prognostizierte für 2006 unter Ausklammerung von Zinsen, Steuern, Restrukturierungsausgaben und bestimmten Rückstellungen einen Gewinn von 45 bis 75 Millionen Dollar. Visteon ist eine frühere Ford-Tochter und hatte nach Riesenverlusten die Betriebe im Oktober vergangenen Jahres an Ford zurückgegeben.

Ford hatte sie in die ACH eingebracht und will sie so für einen Verkauf fit machen. Die ACH-Transaktion mit Ford dominierte die Visteon-Ergebnisse im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2005. Der Zulieferer setzte im Schlussquartal wegen der zurück gegebenen Betriebe, geringeren Umsätzen mit dem Hauptkunden Ford und Preisabschlägen nur noch 2,7 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro) um.

In der entsprechenden Vorjahreszeit waren es noch 4,7 Milliarden Dollar gewesen. Der Jahresumsatz fiel vor allem wegen der weggefallenen Betriebe auf 16,8 (Vorjahr 18,7) Milliarden Dollar. Der Umsatz soll im laufenden Jahr rund 11,2 Milliarden Dollar erreichen, davon sollen nur noch 42 Prozent von Ford und 58 Prozent von anderen Kunden kommen.

Konzernchef Michael F. Johnston will nach der Ford-Transaktion die Restrukturierung von Visteon beschleunigen und die Gewinne steigern. Man habe die Gewinnprognose für 2006 erhöht und erwarte weitere Verbesserungen in 2007 und später, betonte er.