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Produktion Schuler stellt Fertigung an drei Standorten ein

| Redakteur: Jens Scheiner

Die Pressenwerkhersteller Schuler stellt die Produktion an drei deutschen Standorten ein. Künftig fertigt das Unternehmen damit in vier statt sieben Werken. Die Standorte bleiben aber bestehen.

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Schuler baut in Göppingen künftig alle Inhouse-Pressen, die im Werk komplett aufgebaut und in Betrieb genommen werden können.
Schuler baut in Göppingen künftig alle Inhouse-Pressen, die im Werk komplett aufgebaut und in Betrieb genommen werden können.
(Foto: Schuler )

Das Produktionskonzept sieht für Deutschland vor, in Göppingen alle Pressen zu bauen, die im Werk komplett aufgebaut und in Betrieb genommen werden können. An diesem Standort errichtet das Unternehmen derzeit für 40 Millionen Euro ein Technologie- und Entwicklungszentrum sowie ein Versuchszentrum für den automobilen Leichtbau. Der Standort im thüringischen Erfurt wird alleinige deutsche Fertigungsstätte für Großpressen. Dort investierte der Pressenhersteller in den vergangenen Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in moderne Fertigungsanlagen.

Standorte bleiben erhalten

Die Fertigung von Pressen und Neumaschinenkomponenten am Standort Netphen soll bereits kommendes Jahr geschlossen werden. Die Werke in Waghäusel und Weingarten sollen bis zum Jahr 2017 schließen. Wie das Unternehmen mitteilte, bleiben an allen drei Standorten Außenmontage, Inbetriebnahme und Service erhalten. Die Engineering-Aktivitäten sollen fortgeführt werden. Schuler begründet die Schließung unter anderem mit der wichtiger gewordenen Produktion im Ausland. „Wir konsolidieren die durch viele Akquisitionen der Vergangenheit entstandene hohe Anzahl an Produktionsstandorten in Deutschland“, sagte Schuler-Vorstandschef Stefan Klebert.

Sozialverträgliche Personalumstrukturierung

Die geplanten Veränderungen betreffen mittelfristig rund 450 Arbeitsplätze in Deutschland. Schuler versucht nach eigenen Angaben, diese Maßnahmen soweit wie möglich sozialverträglich umzusetzen. Teilweise kann dies durch Wechsel in andere Bereiche oder an andere Konzernstandorte, Bevorzugung bei internen Stellenausschreibungen, Altersteilzeit oder freiwillige Aufhebungsvereinbarungen erfolgen. Wie das Unternehmen mitteilte veranschlagt es für die Konsolidierung der Produktionsstruktur in Deutschland Kosten in Höhe von rund 55 Millionen Euro. Nach Abschluss Maßnahmen sollen etwa jährlich 30 bis 35 Millionen Euro eingespart werden.

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