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Produktion Schuler verkauft chinesisches Technikzentrum an Feintool

| Redakteur: Sven Prawitz

Die Schuler-Gruppe trennt sich von ihrem Technikzentrum in Tianjin. Das Ziel, die Bekanntheit von Schuler-Technik in China zu steigern, sei erreicht.

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Feintool will das bisherige Schuler-Technikzentrum Tianjin ausbauen.
Feintool will das bisherige Schuler-Technikzentrum Tianjin ausbauen.
(Bild: Schuler)

Die Schuler-Gruppe hat ihr Technikzentrum im nordchinesischen Tianjin an die Schweizer Feintool verkauft. Das mit Hauptsitz in Lyss ansässige Unternehmen wird in Tianjin auf Pressen von Schuler Präzisionskomponenten für die Automobilindustrie produzieren. Schuler selbst baut laut der eigenen Mitteilung in China seine Marktposition als Hersteller für Umformanlagen aus. Zu den Einzelheiten der Transaktion vereinbarten beide Vertragsparteien Stillschweigen. Mit dem endgültigen Vollzug des Kaufvertrages (Closing) wird Ende März 2017 gerechnet, wie es in der Mitteilung weiter heißt. In dieser erklärt Schuler-Vorstandsvorsitzender Stefan Klebert auch die Gründe für den Verkauf: „Das Interesse vor Ort, Schuler mit der Produktion von Komponenten für die Automobilproduktion in China zu beauftragen, hat insbesondere im Jahr 2016 deutlich zugelegt.“ Damit sei das Ziel erreicht, Kunden in China für Schuler-Technik zu begeistern.

Laut Angaben von Feintool produziert das Werk mit momentan rund 30 Mitarbeitern rotationssymetrische, kaltumgeformte Präzisionskomponenten, die in der Automobilindustrie zur Herstellung von Leichtbauteilen für Getriebe zum Einsatz kommen, und das in großen Stückzahlen. Feintool beabsichtigt, die Produktionskapazitäten in Tianjin im weiteren Jahresverlauf mit Schuler-Technik zu erweitern. Mittelfristig soll der Standort jährlich rund 30 Millionen Schweizer Franken zum Feintool-Umsatz beitragen.

Kunden fordern globale Präsenz

Anders als der Maschinen- und Anlagenbau sei die Produktion von Fahrzeugkomponenten aber nicht das Kerngeschäft des Göppinger Unternehmens. Auf Seiten von Schuler sei man froh, mit Feintool einen Käufer gefunden zu haben, der das Geschäft ausbauen werde. Seit 2012 hat Feintool nach eigenen Angaben seine Kernkompetenz Feinschneiden mit dem benachbarten Verfahren des Umformens ergänzt und bereits zwei Werke in Deutschland übernommen sowie in einen eigenen Umformbetrieb in den USA investiert.

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