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ZF Friedrichshafen Schwächeres Wachstum erwartet

| Redakteur: Thomas Weber

Der Zulieferer glaubt für das kommende Jahr nur an ein Plus leicht über dem erwarteten Branchenzuwachs von weltweit 4,8 Prozent.

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ZF Friedrichshafen erwartet im kommenden Jahr ein langsameres Wachstumstempo. Das Plus dürfte nur leicht über dem 2008 erwarteten Branchenzuwachs von weltweit 4,8 Prozent liegen, sagte ZF-Chef Hans-Georg Härter am heutigen Donnerstag in Stuttgart. 2007 habe der Umsatz des drittgrößten deutschen Autozulieferers um acht Prozent auf 12,6 Milliarden Euro zugelegt. Das sei vor allem der Nutzfahrzeugsparte sowie dem Nachfrageboom in Ländern wie China und Indien zu verdanken. Der Ertrag 2007 habe stärker als der Umsatz zugenommen, berichtete Härter. Konkrete zahlen werden im April 2008 veröffentlicht. 2006 lag der Nachsteuergewinn bei 296 Millionen Euro.

Der Spezialist für Antriebs- und Fahrwerkstechnik vom Bodensee will auch 2008 vor allem aus eigener Kraft wachsen. Akquisitionen schloss Härter jedoch nicht aus. „Wenn sich eine strategische Investition abzeichnet, sind wir vorbereitet“, erklärte der ZF-Chef. Die weitere Eroberung neuer Märkte und die Einführung neuer Produkte stehe aber im Vordergrund. „Wir erschließen unsere eigenen Potenziale“, so Härter.

In Deutschland investiere der Zulieferer unter anderem in den Fertigungsaufbau für das 8-Gang-Automatgetriebe oder die Hybridantriebstechnik. Im Ausland sollen neue Entwicklungsstandorte und Werke beispielsweise in China, Japan, Tschechien und der Slowakei entstehen. Gebessert habe sich die Lage in den USA, wo die Absatzschwäche der großen Fahrzeughersteller bei ZF zu Verlusten geführt hatte. „Wir haben das größte Sorgenpaket hinter uns“, meint Härter. In Forschung und Entwicklung will ZF im kommenden Jahr rund 700 Millionen Euro investieren.

dpa

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