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Wachstumsprognose Schwächeres Wachstum im dritten Quartal

| Redakteur: Andreas Wehner

Der deutsche Automarkt soll nach einer Prognose des Duisburger CAMA-Instituts von Juli bis September weiter wachsen. Jedoch wird sich der Absatzanstieg verlangsamen.

Private und gewerbliche Nachfrage steigt gleichermaßen.
Private und gewerbliche Nachfrage steigt gleichermaßen.
(Foto: Daimler)

Der Automarkt wird im dritten Quartal 2014 weiter wachsen, allerdings langsamer als bisher. Diese Prognose hat jetzt das Duisburger Center für Automobil-Management (CAMA) abgegeben. Wie das CAMA am Dienstag mitteilte, erwarten die Forscher für die Monate Juli bis September in Deutschland 721.000 Neuzulassungen. Das entspräche einem Wachstum um 1 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2013.

Das CAMA erwartet in etwa das gleiche Wachstum sowohl der gewerblichen als auch der privaten Neuzulassungen. Wie schon zuvor werde das Bruttoinlandsprodukt auch im dritten Quartal um etwa 0,4 Prozent steigen. Aufgrund der weiterhin wachsenden Auftragseingänge, des stabilen Geschäfts- und Investitionsklimas sowie der günstigen Finanzierungsbedingungen erhielten gewerbliche Neuzulassungen im dritten Quartal 2014 Wachstumsimpulse, schreiben die Forscher. Diese würden jedoch saisonal bedingt etwas schwächer ausfallen als in den Vorquartalen. Das CAMA rechnet mit 438.000 gewerblichen Neuzulassungen (+0,9%), was einem Anteil am Gesamtmarkt von 60,8 Prozent entspräche.

Die private Fahrzeugnachfrage wird sich im dritten Quartal 2014 nach Ansicht der Forscher auf 283.000 Fahrzeuge belaufen (+1 %). Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, steigende Realeinkommen sowie die unveränderte Sparquote und die leichte Abnahme der Verbraucherpreise seien Indikatoren für ein Wachstums.

Die positive Entwicklung der Neuzulassungen wird sich nach CAMA-Berechnungen auch im vierten Quartal 2014 fortsetzen. Positive Wachstumsimpulse auf den deutschen Automobilmarkt erwarten die Forscher vor allem durch höhere Preisnachlässe, die weiter sinkende Arbeitslosigkeit und ein anhaltendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Die Gesamtjahresprognose des CAMA bleibt bei 3,09 Millionen Einheiten. Das entspräche einer Steigerung der Neuzulassungen gegenüber 2013 um etwa 130.000 Fahrzeuge (4,4 Prozent).

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