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Entwicklung

Segula öffnet die frühere Opel-Infrastruktur für andere Hersteller

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Segula hat vergangene Woche einen Teil des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums und eines Testcenters in Rodgau-Dudenhofen übernommen. Nun folgt der nächste Schritt.

Auch andere Autohersteller können nun die ehemaligen Opel-Kapazitäten in Rüsselsheim und Rodgau-Dudenhofen nutzen.
Auch andere Autohersteller können nun die ehemaligen Opel-Kapazitäten in Rüsselsheim und Rodgau-Dudenhofen nutzen.
( Bild: Opel )

Der Ingenieursdienstleister Segula öffnet die von Opel übernommene Infrastruktur anderen Autofirmen. Es gebe ein großes Interesse der europäischen Hersteller, großer Zulieferer und der asiatischen Importeure, die Testanlagen in Rüsselsheim und Rodgau-Dudenhofen zu nutzen, sagte Segula-Deutschlandchef Martin Lange am Dienstag (3. September). Erste Aufträge seien demnächst unterschriftsreif.

Der im November vergangenen Jahres geschlossene Übernahmevertrag sehe auch vor, dass Opel und der Mutterkonzern PSA nur noch über Segula Zugriff auf die Anlagen hätten.

Der französische Dienstleister hatte zum Monatsbeginn größere Teile des Opel-Entwicklungszentrums in Rüsselsheim übernommen, dabei aber nur rund 700 statt der 2.000 geplanten Mitarbeiter von Opel erhalten. Diese brächten genug Arbeit von Opel mit, sagte Lange. Vertraglich hätten PSA und Opel 63 konkrete Projekte aus der herkömmlichen Fahrzeugtechnik an Segula mitgegeben, wobei das Volumen über die kommenden vier Jahre langsam abschmelze. Im vierten Jahr werde Segula auf dem deutschen Automotive-Markt etabliert und profitabel sein.

Segula-Deutschlandchef zeigt sich zufrieden

Zu Beginn habe man so viel Arbeit, dass man noch vorübergehend zusätzliche Kräfte von Opel benötige, erläuterte Lange, der keine weiteren Angaben zu einer finanziellen Mitgift machen wollte, die Opel an den Dienstleister leistet. Im Laufe der Zeit werde man dann zusätzliche Aufträge von außen annehmen und die Belegschaft vergrößern.

„Wir gehen genau mit den Anlagen, Einrichtungen und Prüfständen an den Start, mit denen wir starten wollten“, erklärte Lange. In etwa drei Wochen will Personalchef Udo Bekker einen Plan zur Einstellung einer niedrigen dreistelligen Zahl externer Bewerber vorlegen. Nach seinen Angaben haben rund 400 der 700 Ex-Opelaner bereits vor dem offiziellen Betriebsübergang freiwillig einen Arbeitsvertrag bei Segula abgeschlossen. Die übrigen seien über den Betriebsübergang gekommen, was im Alltag aber keine Rolle mehr spiele.

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