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Automobil-Rückrufe Sergio Marchionne: „Autohersteller müssen umdenken“

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Im Wochenrhythmus ruft GM derzeit seine Fahrzeuge zurück. Auch andere Hersteller müssen nachbessern. Nun meldet sich Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne zu Wort.

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Fiat-Chef Sergio Marchionne: „Die Branche muß ein größeres Sicherheitsbewusstsein entwickeln.“
Fiat-Chef Sergio Marchionne: „Die Branche muß ein größeres Sicherheitsbewusstsein entwickeln.“
(Foto: Fiat)

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne hat die Automobilhersteller zum Umdenken aufgefordert. Die Branche müsse ein größeres Sicherheitsbewusstsein entwickeln. „Es kann nicht sein, dass wir plötzlich aufwachen, was diese Themen angeht“, sagte Marchionne laut der Nachrichtenagentur Reuters vor Journalisten in Washington. Es müsse ein Sinneswandel innerhalb der Unternehmen stattfinden.

Der Fiat-Chrysler-Chef reagiert auf die zahlreichen Rückrufe der vergangenen Tage und Wochen. Allein General Motors hat in diesem Jahr bereits 29 einzelne Rückrufe angestoßen und dabei rund 14 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordert. Auch zahlreiche andere Hersteller wie Toyota, BMW und Chrysler mussten an ihren Fahrzeugen in jüngster Zeit nachbessern.

632 Rückrufe im Jahr 2013

Im vergangenen Jahr zählte die US-Behörde für Verkehrssicherheit NHTSA insgesamt 632 Rückrufe mit 22 Millionen betroffenen Fahrzeugen. In Deutschland hat die Zahl der Rückrufe im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 180 Aktionen zugenommen. Marchionne ist zuversichtlich, dass in der Branche ein Umdenken stattfindet. Er halte es für „mehr als wahrscheinlich“, dass Autofirmen „noch umsichtiger sein werden, als sie dies unter normalen Umständen ohnehin gewesen wären. Und vermutlich sogar mehr als erforderlich“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.

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